Deniza Sommerfeld folgt Lars Röwer

Habenhausen. Die Freude über die frisch bestandene Trainer B-Lizenz wurde bei Lars Röwer schnell getrübt. Er trat am Dienstag vor einer Woche als Trainer der Habenhauser Oberliga Handballerinnen zurück. Zum Wohle der Mannschaft, des Vereins und des Kampfs um den Klassenerhalt. Seinen Platz nimmt bis zum Saisonende die Co-Trainerin Deniza Sommerfeld ein. Der Ausgangspunkt von Röwers Entscheidung war eine gemeinsame Sitzung mit ihm, Frank Meier als Vorstandsverantwortlichen für das Team und den Oberliga-Spielerinnen des ATSV. 

Letztere wurden auf dieser Versammlung darüber informiert, dass in der Mannschaft nach drei Jahren Abstiegskampf verstärkt A-Jugendliche und junge Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft eingebaut werden sollen. Mit denen soll das Spiel künftig dynamischer werden, wobei die Umsetzung sukzessive zeitnah begonnen werden soll.
Das Gespräch setzte innerhalb des Oberliga-Teams einen internen Abstimmungsprozess in Gang, in dem es sich mehrheitlich gegen ihren Coach aussprach. „Die Entscheidung hat aber nichts mit der Verjüngung zu tun, schließlich spielen bei uns ja jetzt schon drei A-Jugendliche mit“, teilte die Mannschaftsführerin Sabine Peek mit. Näheres über die Hintergründe der Mehrheitsentscheidung konnte jedoch nicht in Erfahrung gebracht werden. „Ich kann mich nur mit einer Aufgabe identifizieren, wenn man auch hundertprozentig zu mir steht“, sagte Lars Röwer und legte daraufhin nach Rücksprache mit Frank Meier sein Amt nieder. Das hatte er erst zum Saisonbeginn von Marcel Klische übernommen.

„Ich bin Lars für diese Entscheidung dankbar, schließlich wäre es in diesem Moment schwierig, sich gegen die Mannschaft zu stellen“, sagte der stellvertretende Handball-Vorsitzende Frank Meier. Er betont aber auch, dass sich für ihn am Plan der Verjüngung nichts ändert.
„Wir werden uns demnächst mit allen Verantwortlichen der betroffenen Mannschaften zusammensetzent“, sieht Frank Meier dem Gespräch ansonsten ergebnisoffen entgegen. Und er steht weiterhin zu Lars Röwer: „Eine Niederlage mit 20 Toren Differenz lässt sich ja nicht nur am Trainer allein festmachen.“ Er könnte sich für Lars Röwer noch so einige interessante Aufgaben vorstellen.

Geschrieben von Olaf Kowalzik und veröffentlicht am 07.02.2019 im Weser Kurier