Enttäuschender Auftritt in Durchgang eins

Handball- Verbandsligist ATSV Habenhausen II unterliegt dem TuS Haren trotz Aufholjagt 25:34
Bremen. Es war eine erschreckend schwache Partie, die sich der TuS Haren und der ATSV Habenhausen II in der Handball-Verbandsliga der Männer lieferten. Letztlich profitierten die Gastgeber beim 34:25 (18:9)-Heimsieg in erster Linie von einer desolaten ersten Hälfte der Gäste um ATSV-Trainer Philipp Grieme. „Es war eine richtig gebrauchte erste Halbzeit“, konstatierte der ATSV-Coach nach Spielende tief enttäuscht, „in der wir so ziemlich alles haben vermissen lassen, was wir von uns zuvor erwartet hatten.“
Zu wenig Biss in Angriff und Abwehr, fehlender Kampfgeist und mangelnde Aufopferung, vor allem in der Defensive seien ausschlaggebend für die Pleite gewesen, so Grieme. „18 Gegentreffer darfst du dir in einer Halbzeit einfach nicht fangen“, haderte er mit der Leistung seiner Defensive, „so viele hat und bis jetzt nur Schwanewede im Hinspiel eingeschenkt, das heute war schon eine extrem schwache Leistung von uns.“
In der zweiten Halbzeit gingen die Gäste schließlich deutlich offensiver zu Werke und konnten somit wenigstens etwas mehr Tempo ins Spiel bringen. Ohne gelernten Kreisläufer, mit lediglich elf Mann im Kader sowie ohne „Backe“ seien solche Spiele schwierig zu gewinnen, resümierte Grieme.
Gut gefallen habe ihm trotz der Niederlage, „dass wir uns, obwohl wir zwischenzeitlich mit zwölf Toren hinten gelegen haben, nicht aufgegeben haben“. Neben unserer schwachen Leistung seiner eigenen Mannschaft monierte Philipp Grime aber auch den Auftritt der beiden Schiedsrichter; Sie lagen heute meines Erachtens zu häufig daneben“, merkte er an, „sodass die Zuschauer ein richtig schwaches Handballspiel zu sehen bekamen“. Nun gelte es, die Köpfe seiner ebenfalls enttäuschten Spieler möglichst schnell wieder frei zu bekommen und die beiden jüngsten Niederlagen genau zu analysieren, um im Aufeinandertreffen mit Liga-Primus HSG Schwanewede/Neuenkirchen (Sonntag, 3. März, 17 Uhr) nicht unterzugehen.
„Damit das Spiel gegen den hohen Favoriten nicht mit einem ähnlichen Ergebnis endet, müssen wir uns in diesem Spiel erheblich steigern“, forderte Grieme, „natürlich stimmen dann auch wieder die Rahmenbedingungen, nichtsdestotrotz müssen wir uns in fast allen Belangen steigern um mithalten zu können.“

ATSV Habenhausen II: Wilshusen; Schilling, Hamann, Cagliani (1), von der Heyde (2), Marz (2), Petersen (3), Ruthke (3), Krüger (3), Schäfer (3), Wilhelms (8/3).

Geschrieben von Christian Markwort und veröffentlicht am 28.02.2019 im Weser Kurier