Habenhausens erster Neuzugang

Mirko Ahrens verstärkt den ATSV

„Batman“, wie er aufgrund seines hohen Hereinfliegens in den Wurfkreis nur gerufen wird, wechselt – wie kann es beim ATSV zuletzt auch anders sein – vom heißen Oberliga-Aufstiegsaspiranten HSG Schwanewede/Neuenkirchen in den Bremer Süden.

Er wird neben dem Trainer Matthias Ruckh sowie Daniel Sommerfeld, Lukas Feller und Fabian Rojahn der fünfte Schwaneweder im blau-weißen Dress. Für Matthias Ruckh, mit dem Ahrens genauso wie mit Daniel Sommerfeld sehr gut befreundet ist, eröffnen sich mit diesem Transfer neue taktische Möglichkeiten. „Mirko ist nicht nur menschlich ein guter Typ, er ist auch ein Linksaußen, der auf Halb verteidigen kann. Und er ist ein Top-Spieler“, freut er sich über die neuen Optionen, die ihm der zukünftige Flügelstürmer bieten wird.

Mirko Ahrens ist der erste Habenhauser Neuzugang für die nächste Saison. Foto: Kowalzik

MIRKO AHRENS IST DER ERSTE HABENHAUSER NEUZUGANG FÜR DIE NÄCHSTE SAISON. FOTO: KOWALZIK

Die kommen dem ATSV-Coach gerade recht, da bei ihm künftig auf der Linksaußenposition akuter Handlungsbedarf bestehen wird. Tim Steghofer wird nämlich beim ehemaligen Drittligisten studienbedingt von September bis Dezember sein Auslandssemester einlegen, Lukas Ole Müller steht wiederum berufsbedingt im Schichtdienst, so dass Mirko Ahrens diese Lücke auf der linken Außenbahn bestens schließen kann. Dreimal hatte der dem Liebeswerben des aktuellen Oberliga-Dritten eine Abfuhr erteilt, jetzt sagte er endlich Ja. „Ich werde im Sommer 29 Jahre alt. So viele Chancen bekomme ich nicht wieder, bei der Top-Adresse im Bremer Männer-Handball spielen zu können“, brennt Ahrens regelrecht auf die ihm zugedachte Aufgabe.

Er spielt seit 2006 bei den „Schwänen“ und ist dort seit einer gefühlten Ewigkeit Mannschaftsführer. Aktuell läuft er beim Verbandsliga-Primus allerdings mit seinen Allrounderqualitäten im Rückraum auf, wo ihm meist die Rolle als Spielgestalter zukommt. Was dann auch die für ihn wenigen 28 Treffer aus zwölf Spielen erklärt. Denn auf Linksaußen haben sich die Niedersachsen in dieser Saison mit Karlo Oroz (bislang 102 Tore für die HSG) einen international erfahrenen Kroaten ­geholt.

„Karlo ist ein super Typ, aber eben auch ein verdammt guter Handballer“, sagt Mirko Ahrens ohne Groll. Ihn zieht es längst wieder auf seine Lieblingsposition. „Ich möchte gerne noch einmal beim ATSV Habenhausen ganz oben angreifen und mich auf Linksaußen sportlich sowie persönlich weiter entwickeln“, schließt Mirko Ahrens ab.

Geschrieben von Olaf Kowalzik, veröffentlicht im Weser Kurier am 14.02.2019