Heidorn und Leder verabschieden sich

Habenhausen. Zwei Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen suchen eine Veränderung: Kim-Anna Heidorn (24) und Maike Leder (26) schließen sich in der kommenden Saison den zwei Ligen tiefer spielenden Landesklassen-Frauen des SV Grambke-Oslebshausen an. Da die Rückraumspielerin Leder in Grambke und die Kreisläuferin Heidorn in Burg quasi um die Ecke ihres neuen Klubs wohnen, war der kurze Trainingsweg ein gewichtiges Pfund, mit dem die Gelb-Blauen wuchern konnten. Die angehenden SVGO-Verstärkungen verhehlen aber auch nicht, dass sie mit der bevorstehenden Entwicklung im Bremer Süden nicht einverstanden sind.
Der ATSV plant in der kommenden Spielzeit einen Umbruch und will das Oberligateam mit talentierten A-Jugendlichen und jungen, ambitionierten Spielerinnen aus der zweiten Vertretung verjüngen (wir berichteten). Das soll offenbar mit Lars Röwer der Trainer vornehmen, der vor kurzem von seinem Oberliga-Amt zurückgetreten ist. Letzteres kommt bei dem Duo nicht gut an. „Wir haben uns doch gerade erst von ihm getrennt, weil es zwischen ihm und der Mannschaft nicht zusammen passte“, erklärt Maike Leder. Sie ist über das Ende nach fünf Jahren in Habenhausen traurig: „Die Mädels waren schon wie eine Familie für mich, da ist mir die Entscheidung nicht leicht gefallen.“
Bei Kim-Anna Heidorn steht nach ihrer dritten Spielzeit im blau-weißen Dress außerdem eine berufliche Veränderung an, weshalb sie zusätzlich kürzer treten möchte. Trotzdem will das Duo bis zum Schluss alles geben, um dem ATSV Habenhausen den Klassenerhalt zu sichern.

Geschrieben von Christian Markwort und veröffentlicht am 28.02.2019 im Weser Kurier