In Halbzeit zwei aufgewacht

Habenhausen schlägt Schüttorf in der Handball- Oberliga der Frauen mit 28:22
Bremen.In ihrem ersten Spiel als alleinverantwortliche Trainerin der Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen feierte Deniza Sommerfeld mit dem 20:19 (11:12)-Heimsieg gegen den SV Werder Bremen II einen rundum gelungenen Einstand. Trotz anschließender mehrwöchiger Spielpause galt es für das nach wie vor abstiegsgefährdete Team, an diese Leistung anzuknüpfen – und die Aufgabe erledigten die Spielerinnen um ATSV-Kapitänin Christine Köster beim 28:22 (12:12)-Heimsieg gegen den FC Schüttorf 09 nach holpriger erster Hälfte letztlich doch souverän.
Gegen den direkten Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt war es ein sogenanntes Vier-Punkte-Spiel, in welches die Gastgeberinnen um ihre beste Werferin Sabine Peek (acht Tore/drei Siebenmeter) zunächst gut hineinfand und schnell mit 2:0 führte (2. Spielminute). Vor allen Dingen Maike Leder fand im Angriff gute Lösungen und werde durch ihren Wechsel zur SVGO laut Sommerfeld eine ebenso große Lücke hinterlassen, wie die ebenfalls wechselwillige Kim-Anna Heidorn. „Es ist bedauerlich, dass zwei gute und wichtige Spielerinnen den Verein verlassen“, erklärte die Nachfolgerin von Ex-ATSV-Trainer Lars Röwer, „mit denen Höhen und Tiefen durchgestanden wurden.“

Foto: Olaf Kowalzik

Spielerisch und vor allem menschlich habe Grambke damit einen echten Zugewinn erzielt, so Sommerfeld, „ich wünsche Beiden nur das Beste für den weiteren handballerischen Werdegang“. Zum Abschied präsentierte sich das Duo treffsicher und hatte einen erheblichen Anteil daran, dass der ATSV in Durchgang zwei deutlich effektiver vor den gegnerischen Gehäuse auftrat, als noch in der ersten Hälfte.
Gute Chancenverwertung
Obgleich das Team nach Wiederbeginn zunächst gleich mit vier Toren ins Hintertreffen geriet (12:16/37.), kam nur wenig Unruhe auf, innerhalb weniger Minuten egalisierten die Habenhauserinnen den Spielstand (17:17/41.). Großen Anteil daran hatten dabei neben einer nun deutlich stärkeren Defensive vor allen Dingen die beiden erfahrenen Sabine Peek und Christin Lange, durch deren Tore die Gastgeberinnen in der Folge kontinuierlich davonziehen konnten. „Aufbauend darauf haben wir uns im Angriff dann auch durch eine gute Chancenverwertung belohnt“, resümierte die ATSV-Trainein, „und uns Tor um Tor absetzen können.“
In einer überaus hektischen und hart umkämpften Schluss-Viertelstunde brachte die nervenstarke Sabine Peek ihr Team zunächst per Siebenmeter in Führung (20:19/48.), dann geriet FC-Betreuer Alfred Korthaneberg gleich mehrfach mit lautstarken Protesten ins Visier der Unparteiischen, die ihn  nach einer ersten Verwarnung und einer anschließenden gelben Karte schließlich der Halle verwiesen.
Unbeeindruckt vom Geschehen an der Seitenlinie zogen die ATSV-Frauen ihren Striemel weiter konsequent durch und fuhren letztlich einen schwer erkämpften, aber in der Summe absolut verdienten „Arbeitssieg“ ein.
„Damit haben wir uns nicht nur etwas Luft im Abstiegskampf verschafft“, freute sich Deniza Sommerfeld nach dem wichtigen Erfolg, „sondern uns auch für eine sehr konzentrierte und hoch motivierte Trainingswoche belohnen können.“
Im nun anstehenden Auswärtsspiel bei der, auf Rang sieben angesiedelten HSG Hude/Falkenburg am heutigen Donnerstag (20.45 Uhr) wollen die Habenhauserinnen ihre kleine Siegesserie fortsetzen, um im Aufeinandertreffen beim direkt vor dem ATSV platzierten TV Neerstedt (Sonnabend, 2. März, 17.15 Uhr) einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt zu bewältigen. „Es war ein großer Befreiungsschlag für uns „, verdeutlichte Sommerfeld“, aber nun müssen wir unbedingt nachlegen.“

ATSV Habenhausen: Bergen; Beisch, Lange, Zumpe, Wefer, True (1), Köster (1), A. Burwinkel (1), L. Burwinkel (2), Leder (3), Abbes (3), Holtz (4/1), Heidorn (5), Peek (8/3).

Geschrieben von Christian Markwort und veröffentlicht am 28.02.2019 im Weser Kurier