Siege im Doppelpack

ATSV II gewinnt 33:28 in Bramsche – 28:27 gegen Achim/Baden II

Beim TuS Bramsche entwickelte sich von Beginn an ein umkämpftes und ausgeglichenes Spiel. „Man merkte, dass Bramsche im Abstiegskampf steckt‘“, erläuterte Grieme, „sie haben sich in jede Aktion mit 100 Prozent reinschmissen.“ Nach einer doppelten Zeitstrafe gegen den TuS konnte sich der ATSV nach etwa 17 Minuten erstmals absetzen, besonders über den schnellen Rückraum kam das Team wiederholt zum Torerfolg.

Philippp Grieme Foto: ATSV

PHILIPPP GRIEME FOTO: ATSV

In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste gut rein, auch, weil sie erneut in doppelter Überzahl agieren konnten. „Leider verpassten wir es nach dem 3:0-Lauf, den Sack endgültig  zuzumachen“, so Grieme. „Aber das ist der einzige Vorwurf an meine Mannschaft, weil wir es momentan nicht schaffen, uns frühzeitig abzusetzen und Spiele, vor allem gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel, zu dominieren“. Verlass war wieder einmal auf ATSV-Rechtsaußen Marco Wilhelms, der mit elf Toren zum Mann des Tages avancierte.

In der 45. Minute führte Habenhausen mit sieben Toren und hatte erneut doppelte Überzahl. Trotzdem schafften es die Gastgeber, ein Tor zu erzielen, „was den Puls natürlich höherschlagen lässt“, wie Grieme verdeutlichte. Deshalb sei er mit 33 Toren im Angriff zufrieden, „ besonders, wenn man sieht, wie viele Bälle wir eigentlich auch noch vergeben haben“. Gut gefallen hätten ihm die erfolgreichen Tempogegenstöße sowie die starke zweite Welle: „Da haben wir die Bramscher teilweise einfach überlaufen“, lobte der Trainer, der Jan Häusler auf der rechten Seite, sowie Marc Krüger auf der linken Angriffsseite ein Sonderlob aussprach – gleichzeitig aber hervorhob, „dass jeder Spieler seinen Beitrag zum Erfolg beigetragen hat“.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen; Besuden, Schäfer, Hamann, Janssen (1), von der Heyde (1), Klün (1), Stüven (1), Marz (1), Cagliani (2), Ruthke (3), Häusler (4), Krüger (8), Wilhelms (11/4).

Den Erfolg gegen den Tabellenletzten konnte Grieme dagegen nicht richtig genießen. „In der Woche ist es immer schwierig, zu spielen, egal, gegen wen“, meinte er, „die Jungs haben gearbeitet und hatten nur einen Tag zur Regeneration.“ Das solle jedoch keine Ausrede „für unsere schwache Leistung sein“, betonte er, „alleine zwölf technische Fehler und mehrere Situationen, in denen wir die Bälle nur so wegschmeißen, ließen mir die Haare zu Berge stehen“. Ohne die engagierte Leistung der Gäste schmälern zu wollen, erboste er sich: „So dürfen gegen den Letzten nicht auftreten, wir verschlafen den Anfang komplett und müssen uns kraftraubend zurückkämpfen, das geht nicht.“ Der Trainer habe „Spitzigkeit und Abschlussvermögen vermisst, „mit unserem Anspruch müssen wir es schaffen, solche Spiele deutlicher und souveräner zu gewinnen, ganz egal, wer auf der Platte steht.“ Nun werde er das Team gezielt auf Neerstedt vorbereiten, „damit wir alles in die Waagschale werfen, um die Punkte einzufahren“, verdeutlichte Grieme, „die Leistung der vergangenen beiden Spiele wird dafür nicht ausreichen“.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen; von der Heyde, Klün, Marz (1), Janssen (2), Häusler (2), Stüven (2), Cagliani (2), Ruthke (3), Wilhelms (3/1), Krüger (6/1), Schäfer (7).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im  Weser Kurier am 14.02.2017