Starker Innenblock setzt die Akzente

Habenhausen feiert 27:22-Sieg
Bremen. Matthias Ruckh war nach dem 27:22 (11:10)-Erfolg über die HSG Delmenhorst so zufrieden wie in dieser Saison der Handball-Oberliga der Männer noch nie. „Heute hat mich meine Mannschaft richtig stolz gemacht“, dozierte der Trainer des ATSV Habenhausen. Jetzt kann der Liga-Überflieger OHV Aurich gerne zum Spitzenspiel an den Bunnsackerweg kommen (Sonnabend, 19.15 Uhr). „Die Ostfriesen sind dort klarer Favorit, aber wir wollen zu Hause ungeschlagen bleiben“, verspricht er den Zuschauern ein attraktives Match. Eines mit hohem kämpferischen Einsatz und Revanchegelüsten, schließlich soll die schmerzhaft hohe 25:34-Hinspielklatsche wieder aus den Köpfen verbannt werden.

Foto: Olaf Kowalzik

Ins „Warm up“ beim Aufsteiger HSG Delmenhorst war der ATSV-Trainer trotz des 28:21-Hinspielerfolgs mit stark gemischten Gefühlen gegangen. „Da die Niedersachsen zu Hause eine ganz andere Nummer sind“, erklärte er. Die personellen Probleme machten sein Bauchgefühl nicht besser, schließlich musste sein Rechtsaußen Hauke Marien schon im Vorfeld mit Rückenproblemen frühzeitig passen. Nach drei Spielminuten stieg auch noch sein linker Flügelflitzer Tim Steghofer mit muskulären Problemen aus, wodurch das Bremer Tempospiel einer kompletten Neujustierung bedurfte. Denn sowohl die erste als auch die zweite Welle sowie die schnelle Mitte werden beim ATSV hauptsächlich über diese Position abgewickelt.
Lukas Feller und Janik Schluroff regelten das in der Partie auf Linksaußen zunehmend besser. Auf Rechtsaußen gefiel Felix Meier, der trotz Erkältung tadellos spielte. Es dauerte allerdings zwölf Minuten, bis sich die Gäste darauf eingestellt hatten (3:6). Das Signal zur Wende gab nach dem 7:10 jedoch ein ganz anderer Mannschaftsteil: Die Abwehr, und darin wieder einmal der starke Innenblock mit Björn Wähmann und Fabian Rojahn, schnürte den Delmestädtern zunehmend die Angriffslust ab. Den Rest erledigte Schlussmann Daniel Sommerfeld, der nach einem sehr schleppenden Beginn mit 20 Paraden glänzte.
Mit vier Toren in Folge drehte der ATSV Habenhausen das Spiel (11:10/26.), mit dem 15:11 baute Felix Meier den Vorsprung aus. Der Aktivposten im Angriff war allerdings Mirco Wähmann mit elf Toren bei nur 16 Versuchen – eine klasse Quote für einen Rückraumschützen, zumal er unter der Woche gesundheitlich geschwächelt hatte. Vom 15:14 an blieb es bis zum 17:16 spannend (46.), danach packte Mirco Wähmann zwei Tore zum 19:16 drauf. Über 21:17 (Felix Meier/51.) und 25:20 (Janik Schluroff/56.) ließen die Blau-Weißen nichts mehr anbrennen.

ATSV Habenhausen: Sommerfeld, Abshagen; Fischer (1), B. Wähmann (3/1), Monroy, Meier (4), Schluroff (4), M. Wähmann (11/4), Stüven, Rojahn, Schäfer, Marien (n.e.), Feller (4), Steghofer.

 

Geschrieben von Olaf Kowalzik und veröffentlicht am 04.02.2019 im Weser Kurier.