ATSV Habenhausen II zeigt sich erholt

Handball- Verbandsligist verliert gegen Tabellenführer mit 28:35 und schlägt Oldenburg mit 31:26
Bremen. Während die HSG Schwanewede/Neuenkirchen nach dem 35:28 (14:13)-Auswärtssieg in der Handball-Verbandsliga der Männer beim ATSV Habenhausen II weiter von der Tabellenspitze grüßt, verpassten es die Gastgeber um ATSV-Trainer Philipp Grieme, den Anschluss an das Trio vor ihnen herzustellen. Stattdessen konnten die beiden Verfolger des ATSV nach Minuspunkten zunächst sogar zum derzeit Viertplatzierten aufschließen. Doch durch den kurz darauf folgenden 31:26 (14:12)-Heimsieg gegen den TvdH Oldenburg distanzierte die Habenhauser Oberliga-Reserve die direkte Konkurrenz wieder auf zwei Punkte.
„Wir haben in offensiver 3-2-1-Deckung angefangen“, resümierte Grieme nach der deutlichen Niederlage gegen den Liga-Primus, „weil ich ein wenig auf den Überraschungseffekt gehofft hatte.“ Seiner Meinung nach sei das „auch nicht die schlechteste Lösung gegen die Gäste und ihren wurfgewaltigen Marc Blum“ gewesen. Lange konnten die Hausherren die Rückraumwerfer der „Schwäne“ auf Distanz halten und sich zudem hinten auf eine gute Torhüterleistung verlassen. Allerdings befand Grieme besonders die Gegenstoßtore in der ersten Viertelstunde als „ärgerlich, weil wir vorne nicht mutig genug und mit zu wenig Schwung auf die Abwehr gegangen sind“. Generell habe sein Team anfänglich Schwierigkeiten im Angriff gehabt, weil Schwanewede gut verschoben hat und wir einfach zu langsam gespielt haben“, so Grieme.

Foto: Nils Conrad

Eine der besten Halbzeiten
Beim Spielstand von 10:9 gingen die Habenhauser erstmals in Führung, eine Auszeit der Gäste zeigte aber Wirkung und die HSG konnte das Spiel binnen fünf Minuten drehen. „Schade ist, dass wir die zwischenzeitliche 11:9-Führung  nicht ausbauen oder zumindest halten konnten“, sagte der Trainer, „dann wäre ein Unentschieden oder vielleicht auch eine knappe Führung zur Halbzeit drin gewesen.“ Dennoch sei es „emotional und kämpferisch eine unserer besten Halbzeiten“ gewesen.
Mit Wiederbeginn agierten die Hausherren allerdings schläfrig und brauchten fast 15 Minuten, um zu ihrem  Spiel zu finden. „In dieser Phase verloren wir den Faden und die Schwaneweder zogen davon“, skizzierte der Trainer die kurze, aber entscheidende Schwächeperiode seines Teams. „Wir sind nicht mit der nötigen Spritzigkeit und dem nötigen Willen aus der Kabine gekommen“, zeigte sich Grieme betrübt, „Schwanewede dagegen hat gebrannt und wollte in Halbzeit zwei einfach mehr.“
ATSV II: Wilshusen; von der Heyde, Klün, Hamann, Stüven, Krüger, Schäfer (1), Rohländer (1), Marz (1), Cagliani (2), Janssen (3), Petersen (4), Wilhelms (7), Ruthke (9).

Nur wenige Tage später empfing der ATSV II in eigener Halle den TvdH Oldenburg – aufgrund einer Doppelbelegung musste diese Partie in die Woche verlegt werden. „Das sind die schwierigsten Spiele“, betonte Philipp Grieme, „zu Beginn stockte unser Angriffsspiel etwas und wir warfen erst in der neunten Spielminute unser zweites Tor.“
Der ATSV II hatte in der Abwehr einige Probleme mit der Abstimmung im Innenblock und startete wie gegen den Tabellenführer schwach in Durchgang zwei. „Da ist momentan der Wurm drin, vielleicht bleiben wir beim nächsten Spiel in der Halbzeit besser auf der Platte“, zeigte sich Grieme humorvoll. Nach der 5:0-Führung der Gäste sorgte schließlich ein Dreierpack von Kyan Petersen, Marco Wilhelms und Lukas Meier für das 18:18. Bis zur 50. Spielminute blieb das Spiel offen, danach schafften es die Habenhauser, sich in der Schlussphase abzusetzen und das Spiel für sich zu entscheiden.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen; Cagliani, Rohländer, Klün, Hamann, Schilling (1), Schäfer (1), Marz (1), Krüger (2), Stüven (2), Krüger (2), Petersen (3), Ruthke (6), Wilhelms (7/1), Meier (8/1).

Geschrieben von Christian Markwort und veröffentlicht am 07.03.2019 im Weser Kurier.