Dämpfer im Abstiegskampf

Handballerinnen des ATSV Habenhausen spielen gegen GW Mühlen nur 24:24

Vom Anwurf weg agierten die Gastgeberinnen um Kapitänin Christine Köster ungewohnt defensiv, machten einfache Fehler im Spielaufbau, „und gerade die Abwehr, eigentlich unsere Stärke in den letzten Spielen, stand einfach nicht stabil“, so Sommerfeld. Dieser missliche Umstand habe sich ihrer Einschätzung nach durch das ganze Spiel durchgezogen, „wir haben nicht zu unserer Normalform gefunden und mit zunehmender Spieldauer breitete sich sogar die Angst aus, dass wir dieses wichtige Spiel tatsächlich auch verlieren könnten“.

Nachdem die Gäste um ihre treffsicherste Akteurin Alina Gläser (fünf Tore) zunächst früh mit fünf Toren in Führung lagen (10:5/17. Spielminute) und auch noch zur Halbzeit mit zwei Toren führten, kämpften sich die Gastgeberinnen nach dem Seitenwechsel zunächst Tor um Tor wieder heran und gingen ihrerseits schließlich selbst mit drei Toren in Führung (20:17/46.).

Die siebenfache Torschützin Christine Köster musste sich mit dem ATSV Habenhausen gegen Mühlen mit einem 24:24-Unentscheiden begnügen. Foto: Nils Conrad

DIE SIEBENFACHE TORSCHÜTZIN CHRISTINE KÖSTER MUSSTE SICH MIT DEM ATSV HABENHAUSEN GEGEN MÜHLEN MIT EINEM 24:24-UNENTSCHEIDEN BEGNÜGEN. FOTO: NILS CONRAD

Doch den Habenhauserinnen gelang es nicht – sei es durch vermeidbare Fehlpässe, durch leichtsinnige Fehlwürfe oder schlicht durch fehlenden Mut – die Führung weiter auszubauen, geschweige denn sie wenigstens bis zum Spielende auch zu halten. „Alles, was bei uns in den letzten Spielen eigentlich ziemlich gut geklappt hatte“ bilanzierte die enttäuschte Trainerin, „war plötzlich irgendwie vergessen und das zog sich leider über die gesamten 60 Minuten und durch die komplette Mannschaft.“

Als Mühlen dann kurz vor Spielende auch noch selbst wieder in Führung gehen konnte (22:21/51.), drohte gar de Niederlage für den nun schwer angeschlagenen ATSV Habenhausen. Doch das Team berappelte sich während einer letzten Auszeit, besann sich plötzlich wieder seiner Stärken und ließ sich sogar von einem verworfenen Siebenmeter in den Schlussminuten nur noch kurzzeitig wieder verunsichern.

In der hitzigen und umkämpften Schlussphase hatte der ATSV bei zwei Toren Vorsprung (24:22/58.) schließlich selbst sogar wieder den eigentlich schon nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg noch einmal ganz dicht vor Augen – doch ein Doppelpack der Gäste durch Alina Gläser und Isabelle Bolles in der allerletzten Spielminute beendete den Traum von zwei wertvollen Zählern im Kampf um den Klassenerhalt abrupt.

Die Mannschaft sei allerdings bereits kurz nach der Schlusssirene „wieder aufgestanden“, so Sommerfeld, „wir haben uns den Mund abgeputzt und  werden uns jetzt in der kommenden Trainingswoche  sehr konzentriert auf das schwere Auswärtsspiel bei der SG Findorff vorbereiten“.

Im „Fuchsbau“ der SG Findorff an der Nürnberger Straße erwartet das ATSV-Team mit einem derzeit recht gut aufgelegten Aufsteiger allerdings eine vermutlich deutlich schwierigere Aufgabe mit einem nicht zu verachtenden Untertitel: Das Team von SG-Trainerin Corinna Wannmacher hat die böse 20:35 (11:16-Klatsche aus dem Hinspiel in Habenhausen sicherlich noch im Hinterkopf und scharrt bereits ungeduldig mit den Hufen, um sich am Sonnabend (16. März, 17 Uhr) nach Möglichkeit bei der Mannschaft von Deniza Sommerfeld für diese Niederlage zu revanchieren. 

ATSV Habenhausen: Bohlen; Beisch, L. Burwinkel, Lange, Zumpe, Abbes, True (1), Peek (1), Holtz (2), A. Burwinkel (3)Leder (3), Köster (6/3), Heidorn (8).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 14.03.2019