Habenhauser Aufholjagd kommt etwas zu spät

Verbandsliga-Handballer verlieren 25:30 gegen Wilhelmshaven II – zwei schwere Auswärtsspiele folgen

Das Spiel startete aus Sicht des ATSV verheißungsvoll, nach zwei Ballgewinnen waren Christian Janssen und Lukas Meier jeweils direkt per Gegenstoß erfolgreich. Durchgang eins verlief anschließend ausgeglichen, nach etwa 15 Minuten stellte Grieme seine Abwehr von einer 5:1- auf eine 6:0-Deckung um, da die Gäste vermehrt über den Kreis zum Erfolg kamen. Auf der Gegenseite hatten die beiden torgefährlichen Bjarne Ruthke und Marco Wilhelms Pech bei ihren Abschlüssen und auch Lukas Schäfer kam – wie bereits beim 24:24 im Hinspiel – erst in Halbzeit zwei richtig ins Rollen.

Unmittelbar nach Wiederbeginn kam der ATSV zunächst erneut zu einem 3:1-Lauf, wobei alle Tore über die Kreismitte fielen. In der 42. Minute bekamen Bjarne Ruthke und Marc Krüger in kurzem Abstand eine Zwei-Minuten-Strafe, die doppelte Unterzahl überstanden die Gastgeber jedoch ohne Gegentor.  In eingangs beschriebener 52. Minute kämpfte sich der ATSV nach Umstellung auf eine 4:2-Deckung wieder auf ein Tor heran, „leider schafften wir es nicht, die Überzahl zu nutzen und zum Ausgleich zu treffen“, erläuterte Grieme.

Auch knapp drei Minuten vor dem Ende gaben sich die Hausherren noch nicht geschlagen, Lukas Schäfer (acht Tore), an diesem Tag sehr treffsicher aus dem linken Rückraum, traf zunächst zum 25:27 (57.). „Da war das Momentum vielleicht noch etwas mehr auf unserer Seite“, „so Grieme, „leider haben wir aber zu viele Tore über den Kreis bekommen und waren im Angriff schlichtweg zu ineffektiv.“ Für den ATSV-Trainer sei es „schade, dass wir wieder einmal alle einen gebrauchten Tag hatten“, dazu sei das Spiel von einer schwachen Schiedsrichterleistung geprägt gewesen, „die in solchen Spielen nicht gerade förderlich für unser Spiel ist“, grantelte Grieme.

Die Zeitstrafen, seien aus seiner Sicht „sicherlich gerechtfertigt gewesen, „aber dann müssen sie diese auf der anderen Seite auch geben“. Seine Spieler hätten gewusst, so Grieme, „dass wir ein schweres Spiel gegen einen kampfstarken Gegner vor der Brust haben würden und müssen uns nun eingestehen, dass die heutige Leistung einfach nicht gereicht hat“. Für den ATSV Habenhausen II stehen nun zunächst zwei schwierige Auswärtsspiele bei der  SG Neuenhaus/Uelsen (Sonnabend, 30. März, 19.30 Uhr) und danach beim VfL  Horneburg (Sonnabend, 6. April, 29 Uhr) an, „die wir beide unbedingt gewinnen wollen, um die Saison nicht gänzlich ausplätschern zu lassen“, betonte Grieme.

ATSV Habenhausen II: Wessels; Hamann, Ruthke, Klün, Stüven, Krüger, Rohländer (1), Marz (1), Janssen (2), Häusler (2), von der Heyde (3), Wilhelms (4/3), Meier (4), Schäfer (8).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 21.03.2019