Heidorn sichert das Remis

Habenhauser Kreisläuferin trifft in letzter Sekunde zum 24:24

Bremen.Noch wenige Sekunden sind in der Partie in der Handball-Oberliga der Frauen zwischen dem ATSV Habenhausen und dem Wilhelmshavener SSV zu absolvieren, gerade hat Kreisläuferin Kim-Anna Heidorn den Ausgleich für die Gastgeberinnen erzielt. Mit einer schnellen Mitte wollen die Gäste noch zum Siegtreffer gelangen, um einen Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg zu erreichen, doch WSSV-Angreiferin Katharina Reitz prellt sich den Ball an den Fuß, die Referees entscheiden auf Freiwurf für den ATSV – der aber verpufft ergebnislos und letztlich können die Gastgeberinnen nach dem 24:24 (11:14) mit dem einen Punkt deutlich besser leben als die Gäste.

Mit einem Fehlstart seitens des ATSV ging es los, frühzeitig lag das Team von ATSV-Trainerin Deniza Sommerfeld 0:4 zurück (dritte Spielminute). Anschließend benötigten die Habenhauserinnen knapp zehn Minuten, um erstmals zum Ausgleich zu gelangen (6:6/13.), beim Stand von 9:11 appellierte die Trainerin in einer Auszeit an den Ehrgeiz ihrer Spielerinnen.

„wir sind ganz schlecht gestartet“, resümierte Sommerfeld, „besonders in der Abwehr hatten wir nach dem Ausfall von Sabine Peek große Probleme.“ Die erfahrene Abwehr-Chefin war beim Aufwärmen böse umgeknickt und musste statt auf dem Feld auf der Ersatzbank Platz nehmen. An ihrer Stelle sorgte schließlich Larissa Beisch für die defensive Ordnung beim ATSV und erhielt ein dickes Kompliment von ihrer Trainerin: „Sie hat es super gemacht“, lobte Sommerfeld, die gleichzeitig aber allerdings mit der Offensive haderte: „Wir haben vorne schlecht getroffen“, erläuterte Sommerfeld, „weil wir häufig mit einer Halbchance abschließen wollten, anstatt in aller Ruhe auf die bessere Möglichkeit zu warten“.

Nach Wiederbeginn musste der ATSV weiter dem Rückstand hinterher laufen, erst in der 49. Minute traf Lea Burwinkel zum 20:20-Ausgleich. „Wilhelmshaven hat solide verteidigt“, konstatierte Deniza Sommerfeld, „letztlich aber haben wir unsere vielen Torchancen einfach zu leichtfertig weggeworfen.“

Während die ATSV-Abwehr in den zweiten 30 Minuten zwar stabiler stand, kamen die Gäste um ihre beste Werferin Lena Lange-Emden (elf Tore) dennoch zu einfachen Treffern und lagen den Großteil der Begegnung in Führung. Deshalb sprach WSSV-Coach Georg Auerswald nach Spielende auch von einem verlorenen Zähler, während sich die Gastgeberinnen über einen gewonnen Punkt freuten. „Wir haben immer an uns geglaubt“, versicherte Sommerfeld, „und haben uns das Unentschieden ist aus meiner Sicht verdient, weil wir bis zum Schluss nie aufgeben haben.“ Durch das Remis lebt die Hoffnung auf den Klassenerhalt in Habenhausen vier Spieltage vor Saisonende  weiter, das Polster auf den ersten Abstiegsplatz beträgt allerdings nur vier Punkte.

ATSV Habenhausen: Bohlen, Zumpe; Beisch, True, Lange, Peek, L. Burwinkel (1), A. Burwinkel (2), Wefer (2), Leder (2), Heidorn (3), Holtz (5), Köster (9/6).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht am 28.03.2019