Kopf-an-Kopf-Rennen in der Tischtennis Landesliga

Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze der Tischtennis Landesliga. Wird der ATSV Habenhausen als Tabellenführer den direkten Aufstieg in die Verbandsliga schaffen oder doch der ESV Lüneburg? Dem Zweiten bleibt der schwere Relegationsplatz.

Am Samstag empfingen die Habenhauser den TSV Lamstedt. Lange Zeit sah es gut aus für die Tischtennisherren um Justin Gomez. Nach einem Start mit 2:1 aus den Doppeln konnten Maxi Wojciechowski und Yannick Möhle gegen Lukas von See und Nils Meyer auf 4:1 erhöhen. In der Mitte jedoch brachten Tim Voß und Lars Rieger die Lamstedter auf 4:3 heran. Robert Tapken und Justin Gomez gelang es aber, Habenhausen erneut mit 6:3 einen beruhigenden Vorsprung zu verschaffen.

Nils Meyer verkürzte für den TSV Lamstedt auf 6:4. Dann siegten Yannick Möhle und Micha Phil Görler, Habenhausen führte 8:4. Es schien nur noch darum zu gehen, den Sack zu zumachen. Aber Lamstedt gab nicht auf, kam Punkt um Punkt heran. Erst gewann Tim Voß, dann mit 11:8 im fünften Satz auch Oliver Blohm und ebenso Nils Voß. Lamstedt hatte sich ins Entscheidungsdoppel gekämpft. Würden sie nun tatsächlich auch noch das Unentschieden erringen können? Und wirklich, nach vier spannenden und heiß umkämpften Sätzen mussten die Habenhauser Wojciechowski/Möhle sich den Lamstedtern Meyer/Rieger geschlagen geben. Die Partie endete damit 8:8 Unentschieden. Gefühlt ein Siegpunkt für Lamstedt, ein verlorener Punkt für Habenhausen.

Gleich am folgenden Tag galt es, diese Partie abzuhaken und wieder auf Angriffsmodus zu schalten. Der Post SV Stade kam zu Gast. Wieder starteten die Habenhauser mit 2:1 aus den Doppeln. Dann wurde es geradezu dramatisch. Über fünf spannende Sätze mit vielen hochklassigen Ballwechseln schenkten Maxi Wojciechowski und Andreas Au sich nichts. Wojciechowski konnte den fünften Satz mit 11:7 für sich entscheiden, Habenhausen führte 3:1. Yannick Möhle und Micha Phil Görler erhöhten gegen Torsten Barkow und Patrick Detjen auf 5:1. Anschließend gelang es Julian Kiekel, auf 5:2 für Stade zu verkürzen. Aber Habenhausen kämpfte weiter, Tapken, Gomez und Wojciechowski holten die nächsten Punkte. Habenhausen ging mit 8:2 in Führung. In seinem zweiten Einzel gelang es dann Au, erneut nach fünf spannenden Sätzen, in der Verlängerung des fünften Satzes mit 12:10 einen weiteren Punkt für Lamstedt zu erringen. Micha Phil Görler blieb es anschließend vorbehalten, den Sack zu zumachen zum 9:3-Sieg für Habenhausen. Mit einem Spiel mehr stehen die Habenhauser damit vorerst auf dem ersten Tabellenplatz der Landesliga. Es bleibt spannend.

Spannend ist es auch bei der zweiten Habenhauser Tischtennismannschaft in der Bezirksoberliga West. Die Herren um Holger Mönch müssen Woche für Woche um ihren Platz im Mittelfeld kämpfen. Die Leistungsdichte ist so groß, dass schon ein Ausrutscher auf den Relegationsplatz zum Abstieg führen kann.

Am Sonntag hatten sie beim SV Werder Bremen III anzutreten, dem Schlusslicht der Liga. Der Start verlief denkbar ungünstig, Habenhausen lag nach den Doppeln 1:2 hinten. Die ersten vier Einzel jedoch konnte Habenhausen alle für sich entscheiden und führte nun mit 5:2. Dabei wurde es gleich zweimal wirklich spannend, sowohl Niklas Gawrischtschuk als auch Jörg Severin gewannen jeweils erst mit 11:9 im fünften Satz. Und es blieb spannend in dieser Partie, insgesamt sieben der zwölf Einzel wurden erst im fünften Satz entschieden.

Im unteren Paarkreuz brachten Leon Grieshop und Mika Böhme den SV Werder Bremen mit ihren Siegen auf 4:5 heran, bevor Jaan Rudolph und Niklas Gawrischtschuk auch die zweite Einzelrunde im oberen Paarkreuz für Habenhausen entscheiden konnten. 7:4 für Habenhausen. Christoph Bauer verkürzte anschließend auf 5:7 für Werder, Jörg Severin brachte Habenhausen mit 8:5 erneut nach vorn. Leon Grieshop verkürzte danach nochmals auf 6:8, bevor Philipp Lüßen mit seinem Sieg die Partie endgültig für Habenhausen entschied, 9:6. Damit steht Habenhausen auf Platz sieben der Tischtennis Bezirksoberliga West.

Nicht weniger spannend verlief die Partie der dritten Habenhauser Tischtennisherren gegen TuRA Bremen am Freitagabend. Die Mannen um Uli Bergmann benötigen in der Bezirksliga OHZ/VER/HB jeden Punkt, um einen ausreichend großen Abstand zu den Abstiegsplätzen zu haben.

Nach einem Start mit 2:1 aus den Doppeln folgten Siege von Jörg Severin gegen Torsten Holstein, Holger Mönch gegen Timo Hillebrand und Philipp Lüßen gegen Tim Otterbein. Habenhausen führte mit 5:1. Frank-Werner Wickemeyer und Nico Wendenburg verkürzten danach mit ihren Siegen für TuRa auf 5:3. Anschließend war wieder Habenhausen siegreich, Finn Ruschke baute die Führung auf 6:3 aus. Dann wieder TuRa, Timo Hillebrand erkämpfte das 6:4. Es folgten zwei hoch spannende fünf-Satz-Spiele. Das erste ging an Holger Mönch, Habenhausen, 7:4. Das zweite gewann Wickemeyer, TuRa, 7:5. Otterbein errang danach einen weiteren Punkt für TuRa, 7:6. Nachdem Daniel Henrichs den achten Punkt für Habenhausen und Nico Wendenburg den siebten Punkt für TuRa geholt hatten, ging es also ins Entscheidungsdoppel. Hier setzten sich Hillebrand/Holstein relativ deutlich gegen Severin/Lüßen durch. Die Partie endete somit 8:8 Unentschieden. Damit steht Habenhausen III auf Platz fünf der Bezirksliga OHZ/VER/HB.

Ebenfalls auf Platz fünf der Bezirksliga OHZ/VER/HB stehen die Habenhauser Damen um Mandy Ehrlicher. Meike Lau, Andrea Lau-Flohr, Anja Nuhn und Mandy Ehrlicher mussten am Freitagabend beim TuS Huchting II antreten. Mit ihrem 8:2-Sieg sollten sie ihren Mittelfeldplatz für diese Saison gesichert haben.

Der vierten Herrenmannschaft war es zum zweiten Mal in Folge nicht vergönnt, mit einem Sieg im Entscheidungsdoppel zumindest noch ein Unentschieden zu erreichen. Beide Spiele gingen somit 7:9 verloren. Wie befürchtet ist der Abstieg aus der Bremen-Liga unvermeidbar.

Demgegenüber stehen die fünften und sechsten Herren auf Platz zwei der ersten Kreisliga bzw. der ersten Kreisklasse. Die fünfte Mannschaft hat damit beste Chancen auf den direkten Aufstieg, den die sechste bereits sicher erreicht hat.

Die Jungen stehen in der Kreisliga auf Platz vier, die ersten Schüler in der Bremen-Liga ebenfalls auf Platz vier und die zweiten Schüler in der Kreisklasse auf Platz drei.

Heike Groneberg