Vorbericht der 1. Herren gegen den TuS Rotenburg

Hallo liebe Handballfreunde!

Herzlich Willkommen zum Nachholspiel gegen den TuS Rotenburg. Einem Spiel, welches heute ganz im Zeichen von Wiedergutmachung stehen wird, nachdem es im Hinspiel eine peinliche und verdiente 24:29 Niederlage saß! Mehr zum Spiel und zum heutigen Gegner im weiteren Verlauf des Berichts. Vorab aber kurz einen Rückblick auf das letzte Wochenende, in der die Euphorie nach dem Erreichen des Pokalendspiels des DHB-Amateurpokal in Hamburg dem tristen und nicht unbedingt zufriedenstellenden Ligaalltag weichen musste, um am Ende der Saison ein möglichst versöhnlichen Vizemeistertitel feiern zu können.

Dafür ging es nach Beckdorf, die bisher eine sehr enttäuschende Saison spielen und wohl den schweren Gang in die Verbandsliga antreten müssen. Dennoch keimte unter der Woche beim Tabellenfünfzehnten nach dem überraschenden Erfolg gegen ATSV Verfolger Cloppenburg und der Installation von Beckdorf-Urgestein Klaus Meinke als dritten Cheftrainer in der laufenden Saison neue Hoffnung auf den Klassenerhalt auf. Dementsprechend vorgewarnt gingen wir unter den neugierigen Augen von Rotenburgs Trainer in die Partie.  Bis zum 4:4 war die Partie offen, aber durch eine starke Leistung von Neu-Rückraumkanonier Lukas Feller und dem gut aufgelegten Flügelduo Schluroff/Meier konnten wir uns über 7:4 eine komfortable 9-Tore Halbzeitführung erarbeiten. Im zweiten Durchgang merkte man uns die vielen Wechselspielchen an, dennoch wurde ein ungefährdeter 37:22 Erfolg eingefahren, bei dem sich am Ende auch Viktor Monroy mit einem lupenreinen Hattrick den Frust seiner geplagten madrilenischen Fußballerseele vom Herzen feuern konnte.

Nach all diesen Abschweifungen nun aber zurück zum TuS aus Rotenburg. Die Jungs von der Wümme stehen mit 18:20 Punkten im sicheren Niemandsland der Tabelle. Mit Lukas Miesere als Haupttorschütze und einer harten und kompromisslosen Verteidigung bringen sie in eigener Halle so manche Topmannschaft in Bedrängnis – oder fahren gar beide Punkte ein. Dass das Spiel ohne Harz sicherlich auch eine Rolle spielt, darf dabei aber nicht als Ausrede gelten.  Was Rotenburg in eigener Halle vollbringt, funktioniert aber selten in der Fremde. Nur zwei Pünktchen gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Bremervörde konnten bisher eingefahren werden – und das soll auch so bleiben! Mit einer konzentrierten und couragierten Leistung sind wir uns sicher, dass die Rotenburger Jungs auch diesmal mit leeren Händen zurück an die Wümme fahren.

Zum Schluss aber noch zu einem Spieler, der heute sein letztes Punktspiel für unseren ATSV bestreitet – Olaf Abshagen. Nach über zehn Jahren, vier Meistertiteln, drei Drittligaabenteuern und unzähligen Wahnsinnsparaden ist Schluss in Blau und Weiß. Die Feuerwehr Stralsund wartet schon auf ihn. Neben Hektolitern Kaffee und der ein oder anderen Zigarette fließen heute auch die Tränen, denn besonders der Typ Olaf wird einfach fehlen! Wer erinnert sich nicht gerne an das Spiel gegen Barnstorf im ersten Aufstiegsjahr zurück, wo Olaf erst mit einem Fehlpass bedrohlich Richtung Hölle schlitterte, ehe er in seiner unnachahmlichen Art und Weise den Ball in der Schlusssekunde entschärfte und den Olymp nur nicht erreichte, weil er unter einer jubelnden Spielertraube gefangen war. Letztlich könnte ich hier noch weitere großartige Anekdoten erzählen, aber dafür bräuchte es ein ganzes Buch!

Liebe Fans des ATSV, macht das heutige Spiel zu Olafs Spiel und überschüttet ihn mit Applaus Anerkennung und stehenden Ovationen! In diesem Sinne, ein schönes und erfolgreiches (letztes) Handballspiel!