Habenhausen belohnt sich nicht

18:30-Niederlage in Stade
Bremen. Am Ende fehlte den Spielerinnen des ATSV Habenhausen die Kraft: Mit 18:20 (9:14) musste sich das Team von ATSV-Trainerin ­Deniza Sommerfeld im Auswärtsspiel in der Handball-Oberliga beim Tabellendritten vom VfL Stade geschlagen geben. „Es war ein gutes Spiel von uns“, versicherte die Trainerin, „aber wir haben uns leider nicht mit Toren für unseren Aufwand belohnt.“
Zu Beginn traten die Gäste um ihre treffsicherste Torschützin Sabine Peek (sechs Tore/zwei Siebenmeter) selbstbewusst auf, dennoch lag Stade früh in Führung (3:0/fünfte Spielminute) und ließ sich die Führung bis zum Seitenwechsel auch nicht mehr aus der Hand nehmen.
„Unser Augenmerk lag in diesem Spiel auf unserer Abwehr“, erläuterte Sommerfeld den Matchplan, „und wir wollten Stade immer wieder vor schwierige Aufgaben stellen.“ Das funktionierte streckenweise auch recht gut, vor allen Dingen die beiden A-Jugendlichen Anne und Lea Burwinkel (je zwei Tore) ­präsentierten sich unbeeindruckt und ab­solvierten „eine super Partie“, wie ihre Trainerin betonte.
Auch in den zweiten Durchgang starteten die Gäste gut und konnten den Rückstand zeitweilig sogar auf vier Tore verkürzen (16:20/45.). Doch letztlich setzte sich die größere Erfahrung bei den Gastgeberinnen durch, dazu kam wiederholtes Wurfpech bei Habenhausen. „Wir haben uns regelmäßig gute Torchancen heraus gespielt“, unterstrich Deniza Sommerfeld, „aber entweder scheiterten wir an den Stader Torfrauen oder am gegnerischen Torpfosten.“
In der Schlussphase nutzte Sommerfeld die Gelegenheit, um verschiedene Dinge auszuprobieren, weshalb sie die Niederlage als „verdient, aber mindestens drei Tore zu hoch“ einstufte. „Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten alles rein geworfen“, versicherte sie, „leider haben wir es verpasst, uns für die vielen hart erarbeiteten Tormöglichkeiten auch mit einem Treffer zu belohnen.“ Allerdings sei es dennoch ein Spiel gewesen, „aus dem wir viel lernen können“, so Sommerfeld, „weil wir uns gegen eine sehr erfahrene Mannschaft einiges abschauen konnten.“

ATSV Habenhausen: Bohlen, Zumpe; Holtz, Beisch, Heidorn, Leder, Abbes (1), Lange (1), True (1), L. Burwinkel (2), A. Burwinkel (2), Köster (5), Peek (6/2).

Geschrieben von Olaf Kowalzik und veröffentlicht am 01.04.2019 im Weser Kurier.