Habenhauser Paukenschlag

32:25 beim VfL Fredenbeck
Bremen. Die Oberliga-Handballer des ATSV Habenhausen setzten eine Woche vor dem Endspiel im deutschen Amateurpokal (gegen BTB Aachen) ein kräftiges Ausrufezeichen. Sie wiesen im Punktspiel den Drittliga-Mitabsteiger VfL Fredenbeck in dessen Wohnzimmer mit 32:25 (19:8) eindrucksvoll in die Schränken. Damit festigten sie zugleich ihren zweiten Tabellenplatz mit 33:9 Punkten. Dass die Laune der Bremer auf der Rückfahrt großartig war, war aufgrund des überlegenen Erfolges bestens zu verstehen. Sie kletterten nach der Partie, wie vorher abgesprochen, verkleidet in ihren Mannschaftsbus und hatten auf der Rückfahrt eine Menge Spaß.
Es war eine gewaltige Machtdemonstration, mit der die Gäste den Tabellenfünften vor der Pause zerlegten. Da sie den VfL-Shooter Jan Torben Ehlers frühzeitig attackierten, lähmten sie damit fast komplett den Fredenbecker Angriff und zogen durch den Treffer von Tim Steghofer auf einen deklassierenden 14:4-Vorsprung davon (18.). Bei der 19:8-Halbzeitführung hatten die Blau-Weißen selbst den rund 700 Fredenbecker Fans längst den Spaß am Spiel verdorben. „Da hatten wir sogar noch vier Tempogegenstöße und zwei Würfe frei vom Kreis ausgelassen“, fand der ATSV-­Trainer Matthias Ruckh sogar noch ein kleines Haar in der Suppe.Geschenkt, zumal der ATSV-Coach seiner Mannschaft ansonsten ein „sehr großes Lob“ aussprach. Er hatte sogar seinen Kapitän Björn Wähmann hinsichtlich des Pokalspiels geschont, weshalb die Hauptlast auf dessen Bruder Mirco im Abwehr-Innenblock und auf Halblinks lastete. Ihm sprang Lukas Feller hilfreich zur Seite, außerdem spielte Fabian Rojahn in der Deckung eine überragende Rolle. Die Gäste hielten die Spannung bis zum 25:11 von Mirco Wähmann weiter hoch, ehe ihre Konzentration angesichts der überlegenen Führung allmählich nachließ (41.). Näher als bis auf sieben Tore kam der Gastgeber aber nicht mehr heran.
„Der VfL Fredenbeck war für uns genau der richtige Gegner als Vorbereitung auf das Pokalspiel“, sagte Matthias Ruckh. Seine Mannschaft trifft am Sonntag in der Hamburger Barclaycard Arena um 11.45 Uhr auf die Aachener „Bandits“, die in der Regionalliga Nordrhein den sechsten Platz einnehmen.

ATSV Habenhausen: Sommerfeld, Wessels; Fischer (3), Monroy, Meier (2), Schluroff (1), M. Wähmann (8), Stüven, Rojahn (2), Schäfer, Marien (3), Feller (6), Steghofer (7/1).

Geschrieben von Olaf Kowalzik und veröffentlicht am 01.04.2019 im Weser Kurier