Schlechte Anfangsphase führt zum Punktverlust

Handball-Verbandsligist ATSV Habenhausen II tut sich beim 25:25 gegen die SG Neuenhaus/Uelsen schwer

Allerdings fand das Team von ATSV-Trainer Philipp Grieme mit zunehmender Spieldauer nur wenig Gegenmittel gegen die wurfgewaltige Offensive der Hausherren, sodass sich Habenhausen letztlich beim 25:25 (15:13) mit lediglich einem Punkt begnügen musste.

Habenhausens Marco Wilhelms (mit Ball) rückte von der Mitte auf die rechte Halbposition, um gegen Neuenhaus/Uelsen Jörn Wolterink (7/4) aus dem Spiel zu nehmen. Foto: Olaf Kowalzik

Habenhausens Marco Wilhelms (mit Ball) rückte von der Mitte auf die rechte Halbposition, um gegen Neuenhaus/Uelsen Jörn Wolterink (7/4) aus dem Spiel zu nehmen. Foto: Olaf Kowalzik

Während die Hausherren sofort „on fire“ waren, taten sich die Gäste vor allen Dingen in der Verteidigung des linken Rückraums der SG schwer, sodass Grieme Marco Wilhelms von der Mitte auf die rechte Halbposition beorderte, um SG-Akteur Jörn Wolterink (7/4) aus dem Spiel zu nehmen. „Bis dahin waren wir defensiv insgesamt viel zu passiv“, erläuterte Grieme, „durch die Umstellung bekamen wir dann deutlich mehr Sicherheit in unsere Abwehr.“

In einem insgesamt sehr ausgeglichenen Spiel ließen sich die Habenhauser wiederholt – und zum Ärger ihres Trainers – auf unnötige Einzelaktionen ein, anstatt im Verbund zu kombinieren und sich klare Torchancen zu erspielen. „Das kostet einfach Kraft“, haderte Grieme, „das können wir deutlich besser und intelligenter lösen.“

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Hausherren erneut das Kommando und kamen durch Wolterink zum Ausgleich (15:15/33.). Doch der stark aufspielende Lukas Schäfer (4) hielt seine Mannschaft weiter auf Kurs – bis er nach einem Schlag auf die Brust verletzt das Spielfeld verlassen musste. „Insgesamt haben die Schiedsrichter mit zweierlei Maß gemessen“, ärgerte sich Grieme, „es waren zwar keine spielentscheidenden Fehlentscheidungen dabei, aber sie brachten uns immer wieder mit merkwürdigen Zeitstrafen aus dem Rhythmus.“

In der Schlussphase wurde es schließlich wieder hektisch, die Führung wechselte ständig hin und her, nach dem 24:23 für die Gastgeber durch einen Siebenmeter von Wolterink (57.) musste dieser sogar mit Roter Karte die Halle verlassen. Allerdings konnten die Gäste aus der folgenden Überzahl-Situation zunächst zwar durch einen Doppelschlag von Wilhelms in Führung gehen, doch mit der letzten Aktion des Spiels traf Robin Menzel für die Hausherren zu letztlich leistungsgerechten Unentschieden.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen; Janssen, Hamann, von der Heyde, Marz, Cagliani, Schilling (1), Rohländer (1), Krüger (1), Ruthke (3), Schäfer (4), Klün (6), Wilhelms (9/5).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 04.04.2019