Ein sportlicher Neuanfang

Habenhauser Frauen starten nach Oberliga- Klassenerhalt in der Landesliga
Bremen.Sportlich haben die Spielerinnen des ATSV Habenhausen den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga trotz der 27:29 (15:15)-Heimniederlage gegen die SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn erreicht, dennoch müssen sie in der kommenden Spielzeit in der Landesliga antreten. Der Großteil des derzeitigen Teams wird den Verein nach der Saison verlassen und da die zweite Mannschaft als Meister der Landesklasse (Krage) gerade den Aufstieg in die Landesliga geschafft hat, werden die verbleibenden Spielerinnen beider Teams in der kommenden Saison das Ziel Klassenerhalt in der Landesliga gemeinsam anstreben.„Ich bin sehr stolz auf die Mädels, die in dem Bewusstsein, dass sie am Ende der Saison den Verein verlassen werden, in jedem Training und jedem Spiel alles gegeben und gekämpft haben und wir gemeinsam den Klassenerhalt geschafft haben“, resümierte die scheidende Trainerin Deniza Sommerfeld. „Diese Einstellung und Courage, die meine Mannschaft an den Tag gelegt hat, sind nicht selbstverständlich und ich möchte mich dafür bei allen Spielerinnen bedanken“, schob sie mit trauriger Stimme nach. Durch die Auflösung der ersten Mannschaft, werde nun die zweite Mannschaft ihre Rolle übernehmen. „Die neue Situation und die Tatsache, dass die zweite Mannschaft bisher tiefer gespielt hat – sie also theoretisch zwei Spielklassen höher hätte spielen müssen – führte dazu, dass der Vorstand, die neuen Trainer und die Spielerinnen gemeinsam entschieden haben, dass sie auf das Startrecht in der Oberliga verzichten, um in der Landesliga zu bestehen und dort eine schlagkräftige Mannschaft zu formen“, erläuterte die Noch-Trainerin. Dieses Vorgehen mache auch aus ihrer Sicht Sinn, betonte Sommerfeld, „da der Sprung einfach zu groß gewesen wäre“.
Im finalen Spiel gelang es dem ATSV jedoch immer wieder, durch Spielgeschick und Zusammenhalt den Faden nicht zu verlieren, mitzuhalten und sogar in Führung zu gehen. „Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff standen wir von der ersten Minute an zusammen und haben gemeinsam gekämpft, uns unterstützt“, so Sommerfeld. Nichtsdestotrotz vergaben die Gastgeberinnen in der Gewissheit, dass die letzten Spielminuten liefen und der Tatsache, dass die Emotionen hochkamen, einige Chancen, die die Gäste davon ziehen ließen.
„Diese Konzentrationsschwächen kann man im Angesicht der vorherrschenden Situation nachvollziehen“, meinte Sommerfeld. „Und es schmälert nicht die Leistung in den ersten 50 Minuten. Wir sind geschlossen stolz auf die Leistung, die wir zeigten und haben mit Freude unser letztes gemeinsames Spiel gespielt“, bilanzierte Deniza Sommerfeld, um dann schließlich ihren Abschied bekannt zu geben: „Für mich war klar, dass ich aus zwei Gründen nicht weiter Trainerin bleibe, zum einen bin ich aus Verbundenheit zur Mannschaft und den Mädels eingesprungen und zum anderen stehen persönliche Veränderungen an, sodass der Sport in den Hintergrund rückt“.
„Diese Einstellung und Courage meiner Mannschaft sind nicht selbstverständlich.“ Trainerin Deniza Sommerfeld

ATSV Habenhausen: Bohlen, Zumpe; True, Wefer, Abbes (1), Lange (1), Beisch (1), Heidorn (1), Leder (2), L. Burwinkel (3), Köster (4/2), Peek (4/2), A. Burwinkel (4), Holtz (6).

 

Geschrieben von Christian Markwort und veröffentlicht am 09.05.2019 im Weser Kurier