Die Landesliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen verlieren beim Elsflether TB mit 29:30

Bremen.Nach der bitteren Pleite im Derby in der Handball-Landesliga der Frauen beim Stadtkonkurrenten TuS Komet Arsten waren die Spielerinnen des ATSV Habenhausen im Auswärtsspiel beim Elsflether TB stark verunsichert und mussten sich neuerlich geschlagen geben. „Die Köpfe waren besonders in der Anfangsphase nicht frei“, resümierte ATSV-Trainer Lars Röwer nach der unnötigen 29:30 (13:16)-Pleite, „meinen Spielerinnen fehlte der Glaube an ihre eigenen Stärken.“

Der Auftakt verlief dementsprechend schlecht, bereits kurz nach Beginn lagen die Gäste mit 1:4 in Rückstand (siebte Spielminute), was Röwer zu einer frühen Auszeit veranlasste. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie an sich glauben und nicht bei jedem Fehler sofort zu grübeln beginnen sollen“, erläuterte er die Maßnahme, die allerdings nur wenige Früchte trug. Bereits mit der Pausensirene lagen die Gäste mit drei Toren hinten, mit Beginn der zweiten 30 Minuten schien sich das Team erholt zu haben, ohne allerdings sein volles Potenzial auszuschöpfen. „Es war eine Mischung aus Verunsicherung, Unvermögen, vielen Eigenfehlern und Wurfpech“, bilanzierte Röwer, „dieses Spiel hätten wir ganz sicher nicht verlieren müssen.“

Zunächst sorgte Habenhausens  bärenstarke Außenspielerin Katharina Warnke (acht Tore) mit drei Treffern in Folge für den 16:16-Ausgleich, Lea Burwinkel brachte den ATSV per Siebenmeter nur wenig später sogar in Führung. Bis Mitte der zweiten Hälfte bauten die Gäste den Vorsprung zunächst aus (23:21/43.), dann stellten sich neuerlich Fehler ein, woraufhin Elsfleth erst ausglich, nur wenig später selbst in Führung ging – und diesen Vorsprung schließlich etwas glücklich über die Zeit retten konnte. „In der zweiten Hälfte waren wir nicht mehr so ganz verunsichert“, resümierte Lars Röwer, „aber als Elsfleth kurz vor Schluss mit zwei Toren vorne lag, hatten wir nichts mehr entgegen zu setzen.“ Der Anschlusstreffer von Sinah-Massika Rathmann per Strafwurf zum 29:30 in der letzten Spielminute kam zu spät, dem ATSV fehlten schließlich nur wenige Sekunden, um doch noch zum Ausgleich zu kommen.

„Im Training werden wir versuchen, das Selbstvertrauen wieder aufzubauen“, blickte Röwer bereits auf das nächste Auswärtsspiel bei der LTS Bremerhaven (Sonntag, 24. November, 17 Uhr) voraus, „einige Spielerinnen müssen offensichtlich noch lernen, auch einmal eine Niederlage zu akzeptieren, ohne gleich den Glauben an sich und ihre Stärken zu verlieren.“

ATSV Habenhausen: Zumpe; Schade, Koconrek, Pauly, A. Burwinkel, Gasiorek, Buschmann (1), Stegemann (1), Rathmann (2/1), Sünkenberg (2), Schiege (2), Stephan (6), L. Burwinkel (7/3), Warnke (8).

Verfasst von Christian Markwort und veröffentlicht am 21.11.2019 im Weser Kurier