Landesliga-Handballerinnen verlieren mit 18:20

Habenhausen. Als Laura Sünkenberg (vier Tore/drei Siebenmeter) kurz vor der Pause im Spiel in der Handball-Landesliga der Frauen zwischen der LTS Bremerhaven und dem ATSV Habenhausen per Siebenmeter den Anschlusstreffer zum 8:9 für die Gäste erzielte, schien ihre Mannschaft wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden zu haben. Doch unmittelbar nach Wiederbeginn erhöhte Bremerhavens bester Werferin Anna Loos (7) auf 10:8 – und leitete damit die ebenso bittere wie unnötige 18:20 (8:9)-Niederlage der Habenhauser Frauen ein. „Es war ein enges Spiel“, bilanzierte ATSV-Trainer Lars Röwer nach der Schlusssirene enttäuscht, „das wir nicht hätten verlieren dürfen.“

Dabei hatte der Trainer „eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den Niederlagen in Arsten und Elsfleth“ erkannt und zeigte sich zu Spielbeginn noch zuversichtlich, „weil die Lockerheit und das Selbstvertrauen innerhalb des gesamten Teams wieder vorhanden“ gewesen seien. Allerdings zeigten sich die Seestädterinnen davon unbeeindruckt und packten die Gäste genau dort, wo es dem ATSV so richtig wehtat: „Bremerhaven hat das Tempo von Anfang an verschleppt“, erläuterte Röwer, „und wir haben uns davon anstecken lassen, statt ganz einfach unser eigenes Spiel aufzuziehen.“

Von Beginn an agierte der ATSV Habenhausen aus einer kompakten 6-0-Deckung heraus, dennoch lagen die Bremer bereits frühzeitig mit vier Toren in Rückstand (2:6/11. Spielminute). „Wir haben in den ersten 15 Minuten nur drei Tore geworfen“, haderte Röwer mit der mangelhaften Ausbeute, „weil uns im Abschluss die Geduld und die Konsequenz fehlten.“ Zudem seien die Unparteiischen „viel zu großzügig“ (Röwer) bei der Auslegung der Zeitspielregel gewesen, wodurch die ATSV-Defensive bis zu zwei Minuten in der Abwehr verharren musste, ehe eine LTS-Spielerin den Torabschluss suchte. „Da wurden die Arme natürlich schwer“, erläuterte der ATSV-Coach, „und die Konzentration schwand zusehends.“

In Durchgang zwei begegneten sich beide Teams zunächst auf Augenhöhe, erst bei Anbruch der letzten Viertelstunde setzte sich die LTS auf zwei Tore ab (14:12/44.) und rettete den knappen Vorsprung schließlich geschickt über die Zeit. „Wir waren heute insgesamt einfach zu lieb und zu zurückhaltend“, blickte Röwer zurück, „und Bremerhaven hat das extrem clever ausgenutzt.“

ATSV Habenhausen: Bergen, Zumpe;
Stephan, Guroll, Pauly, Stegemann, Petersen (1), Warnke (1), Schiege (2), A. Burwinkel (3), L. Burwinkel (3), Rathmann (4), Sünkenberg (4/3).

Verfasst von Christian Markwort und veröffentlicht am 28.11.2019 im Weser Kurier