Handball-Verbandsligist verliert gegen die HSG Heidmark deutlich mit 22:32

Bremen.„Jetzt erwarte ich von meinen Jungs nur, dass alle die Situation annehmen und wir diese gemeinsam meistern“, erklärte Philipp Grieme nach der bitteren 22:32 (9:18)-Heimniederlage des ATSV Habenhausen II in der Handball-Verbandsliga gegen die HSG Heidmark. Der ATSV rutschte durch die Pleite auf den letzten Tabellenplatz ab und setzt vor dem Auswärtsspiel beim starken TvdH Oldenburg (Sonnabend, 30. November, 19 Uhr) laut Grieme „auf Charakterstärke und Teamgeist“.

Die Hausherren starteten schlecht ins Spiel und mussten bereits nach knapp vier gespielten Minuten in doppelter Unterzahl agieren. „Dadurch gerieten wir schnell in einen Rückstand“, skizzierte der ATSV-Coach den Spielverlauf, „und liefen diesem von vorn herein hinterher.“ Die Oberliga-Vertretung habe „im gesamten Spiel nie die nötige Sicherheit gehabt“, so Grieme, „und wir haben uns vor allem im Angriff viele Fehler im Abschluss und in der Torvorbereitung geleistet“. Dazu sei zu erwähnen, führte Grieme weiter aus, „dass wir die Gegner durch technische Fehler in der ersten Hälfte immer wieder zu Gegenstößen eingeladen haben“. Bis zum 7:10 (20. Spielminute) behielten die Gastgeber den Gegner mit solidem Abstand zwar in Reichweite, „doch danach verfielen wir in Hektik“, haderte Grieme, „nahmen zu schnell die Abschlüsse und gingen ein zu hohes Tempo“. Die Gäste kamen somit binnen knapp zehn Minuten zu acht Toren, was dem Trainer die Zornesröte ins Gesicht trieb: „Das darf uns einfach nicht passieren“, ärgerte sich Grieme, „aber auch dort muss ich die Mannschaft ein Stück weiter in Schutz nehmen“. Auf dem Feld standen mehrere Spieler des Jahrgangs 1999 oder jünger, „und die sind in einigen Punkten eben noch nicht so weit, trotzdem sehe ich uns rotz zuletzt fehlender Ergebnisse auf einem guten Weg“. Die zweite Hälfte verlief zunächst ausgeglichen, doch die HSG entschied das Spiel frühzeitig für sich und Habenhausen hatte „nicht mehr die nötige Kraft, uns noch einmal heranzukämpfen“, sagte der Trainer. Jan Häusler habe ein überzeugendes Spiel auf Linksaußen gemacht, Neuzugang Fabian Wessling fügte sich gut in die Mannschaft ein „und wird im weiteren Verlauf der Saison noch richtig wichtig werden“, betonte Philipp Grieme. Natürlich sei die aktuelle Situation nicht zufriedenstellend, erläuterte Grieme, „aber wir sind guten Mutes, die rote Laterne bis zum Ende der Hinrunde abgegeben zu haben“.
Mit Blick auf das Spiel beim TvdH Oldenburg zeigte sich der ATSV-Coach zuversichtlich: „Die Oldenburger liegen uns im Hinblick auf die letzten Jahre allerdings“, führte er aus, „trotzdem werden sie klarer Favorit sein.“ Dennoch werde seine Mannschaft versuchen, „diese Chance unbedingt zu nutzen“, versicherte er, „noch haben wir zwar keinen Stress, wissen aber um die Gefahr, die unser derzeitiger Tabellenplatz in sich birgt“.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen, Kante; Stüven, Kowalzik, Marz, Schilling (1/1), Nülle (1), Lückert (1), Schwarze (1), Rauer (1), Klün (1), Rohländer (2), Wessling (6), Häusler (8/3).

 

Verfasst von Christian Markwort und veröffentlicht am 28.11.2019 im Weser Kurier