Lea Burwinkel rettet Punkt

Bremen. Mit einem verwandelten Strafwurf in der letzten Spielminute rettete Lea Burwinkel beim 32:32 (14:18)-Unentschieden ihres ATSV Habenhausen in der Handball-Landesliga beim SV Werder Bremen III zumindest einen Punkt. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie dominierten die Gastgeberinnen um Top-Angreiferin Christine Köster (13 Tore/fünf Siebenmeter) den ersten Durchgang, die Gäste um ihre treffsicherste Akteurin Lea Burwinkel (9/1) kamen erst in der Endphase der zweiten 30 Minuten so richtig zum Zuge und sicherten sich durch den späten Punktgewinn den zweiten Tabellenplatz hinter Spitzenreiter TSV Intschede.

Nach ausgeglichenen ersten zehn Spielminuten übernahm die Mannschaft von Werder-Trainer Malte Rogoll erstmals die Führung (6:5/11.), knapp zehn Minuten benötigten die Gäste, um durch Laura Koconrek (2) zum 11:11 auszugleichen (20.). Nur rund zwei Minuten später sah sich der Werder-Trainer schließlich beim neuerlichen Ausgleich des ATSV (12:12/22.) dazu veranlasst, sein Team in der Defensive neu zu justieren. Das hatte den Effekt, dass Werder bis zur Pausensirene schließlich auf vier Tore davonziehen konnte, weil das Team aus der nun stabileren Abwehr heraus wiederholt zu schnell vorgetragenen Tempogegenstößen kam und die Gastgeberinnen den Ball einfach im Gehäuse der starken ATSV-Torfrau Lina-Marie Zumpe unterbringen konnten.

Mit Beginn der zweiten Hälfte verkürzte Anne Burwinkel (3) den Spielstand, doch Werders bärenstarke Christine Köster antwortete, und die anschließende Überzahl nach einer Zeitstrafe gegen Anne Burwinkel nutzte Werder, um erneut auf sechs Tore wegzuziehen (21:15/35.). Zwischen der 40. und der 45. Minute gelang Werder allerdings kein eigener Treffer, der ATSV Habenhausen kam auf zwei Tore heran (23:21) und schien nun die Kon­trolle zu übernehmen.

Doch Werder fing sich wieder, zog erneut auf drei Tore davon (27:24/49.) und sah bereits wie der sichere Sieger aus. Doch in der hitzigen Schlussphase mobilisierten die Gäste sämtliche Reserven, kamen zum Ausgleich (31:31/59.), und letztlich duellierten sich die besten Werferinnen beider Teams – Christine Köster legte vor, doch nach der Disqualifikation von Werders Larissa Beisch in der letzten Minute schlug schließlich die Stunde von Lea Burwinkel, die ihrem Team nervenstark zum glücklichen Punktgewinn verhalf.

ATSV Habenhausen: Zumpe, Bergen; Stephan, Bueschmann, Gasiorek, Stegemann, Koconrek (2), Schiege (2), Warnke (2), Sünkenberg (3/3), A. Burwinkel (3), Guroll (4/1), Rathmann (7), L. Burwinkel (9/1).

Verfasst von Christian Markwort und veröffentlicht am 01.11.2019 im Weser Kurier