Verletzungsgeplagter Handball-Verbandsligist unterliegt beim TV Neerstedt klar mit 22:33

Bremen.Mit dem klaren 33:22 (17:11)-Heimsieg in der Handball-Verbandsliga der Männer zeigten die Spieler des TV Neerstedt den Gästen vom ATSV Habenhausen II deutliche deren Grenzen auf – und lassen das Team um ATSV-Trainer Phlipp Grieme dadurch auf dem ersten von zwei Abstiegsplätzen überwintern. Während die Hausherren um Top-Werfer Marcel Behlmer (zehn Tore/zwei Siebenmeter) mit dem Erfolg ihre wochenlange Niederlagen-Serie beenden konnten, schweben die Habenhauser nach diesem ungewollten Präsent ausgerechnet zur Weihnachtszeit in akuter Abstiegsgefahr. Die in sämtlichen Belangen deutlich überlegen aufspielenden Gastgeber hatten bereits zur Pause die Frage nach dem Sieger dieser Partie beantwortet und knüpften auch im zweiten Durchgang nahtlos an die ordentliche Leistung der ersten Halbzeit an. Neerstedt kam wiederholt über die linke Seite zum Erfolg, Marcel Behlmer und Eike Kolpack (7) wurden immer wieder geschickt von TV-Spielmacher Marcel Reuter in Szene gesetzt und zeichneten letztlich für den Großteil der TV-Treffer verantwortlich.

Bis zum 3:3 (achte Spielminute) agierten beide Teams noch auf Augenhöhe, beim 10:6 für Neerstedt (19.) versuchte Grieme in einer Auszeit für Ordnung in der ATSV-Defensive zu sorgen – ohne Erfolg, per Siebenmeter konnte Daniel Töbelmann (6/3) kurz vor der Pausensirene den deutlichen Rückstand lediglich verkürzen. Im zweiten Durchgang hielt Neerstedt die überfordert wirkenden Gäste stets mit acht bis zehn Toren auf Distanz (24:14/42.). Zu begrenzt waren die spielerischen Möglichkeiten oder die Wechseloptionen des ATSV, bei denen Bjarne Ruthke (4) zwar im Angriff überzeugte, aber wiederholt allein auf sich gestellt war. In den letzten 15 Minuten der einseitig verlaufenden Begegnung schienen sich die Gäste kampflos in ihr Schicksal zu ergeben, während sich die Gastgeber den Frust der vergangenen Wochen sprichwörtlich von der Seele warfen.

Während Neerstedt durch den Kantersieg den Anschluss ans Mittelfeld herstellen konnte und voller Zuversicht auf den Start der Rückrunde blickt, wartet auf das ATSV-Team mit dem Heimspiel gegen den derzeit Drittplatzierten vom VfL Fredenbeck II (Sonnabend, 11. Januar, 19.30 Uhr) direkt nach der Weihnachtspause gleich die nächste hohe Hürde in Sachen Klassenerhalt. „Deshalb wäre ein Sieg wichtig gewesen“, resümierte Philipp Grieme enttäuscht, „um den Kontakt ans Mittelfeld zu halten und nicht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern.“

ATSV Habenhausen II: Wilshusen, Kante; Rauer, Kowalzik, Rasch (1), Klün (1), Schllling (2), Marz (2), Gebhardt (2), Lückert (2), Brand (2), Ruthke (4), Töbelmann (6/3).

Verfasst von Christian Markwort und veröffentlicht am 12.12.2019 im Weser Kurier