Habenhausens Handballerinnen unterliegen Delmenhorst 26:28

Bremen.Bis zur 53. Minute lagen die Landesliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen im Heimspiel gegen die HSG Delmenhorst mit einem Tor in Führung – am Ende musste sich die Mannschaft von ATSV-Trainer Lars Röwer schließlich doch noch mit 26:28 (15:17) geschlagen geben. „In der Schlussphase fehlte uns die nötige Cleverness“, erklärte ATSV-Trainer Lars Röwer, „in der Schlussphase sind wir in Hektik verfallen, anstatt ruhig und geduldig weiter zu spielen.“

In einer attraktiven Auseinandersetzung zweier Teams auf Augenhöhe lagen die Gäste um ihre beste Werferin Stine Neitzel (zwölf Tore/drei Siebenmeter) früh mit drei Toren in Front (6:3/neunte Spielminute), die Gastgeberinnen zeigten sich allerdings zunächst unbeeindruckt und konnten den Rückstand dank einer starken Defensivleistung bis zur Pause auf zwei Treffer reduzieren. „Es war viel Tempo im Spiel“, resümierte Röwer, „die Spielweise von Delmenhorst kam uns sehr entgegen.“

Mit Beginn der zweiten 30 Minuten agierte der ATSV konzentrierter und drehte das Ergebnis zunächst zu seinen Gunsten (19:18/36.). Als die Gastgeberinnen um ihre Top-Angreiferin Lea Burwinkel (9) knapp eine Viertelstunde vor Schluss schließlich gar mit drei Toren führten (23:20/45.) sah alles bereits nach einem Heimsieg aus. „Dann haben wir in der Offensive aber leider nicht mehr die nötige Konsequenz im Abschluss gehabt“, haderte der Trainer, „und haben gute Möglichkeiten beinahe leichtfertig verworfen.“ Die Gäste nutzten die zahlreichen Ballverluste des ATSV wiederholt zu schnellen Tempogegenstößen und kamen dadurch zu einfachen Toren. „Unsere Torhüterinnen haben sehr gut gehalten“, lobte Röwer, „waren aber in den letzten Minuten leider immer wieder auf sich allein gestellt, weil wir uns in der Offensive einfach zu viele Eigenfehler geleistet haben.“ Per Siebenmeter brachte Stine Neitzel die Gäste schließlich mit einem Tor in Führung (25:24/55.), in den letzten Minuten bauten die Gäste die Führung aus und ließen die Habenhauserinnen mit hängenden Köpfen zurück.

„Dieses Spiel hat gezeigt“, bilanzierte Röwer, „dass wir noch in einem Lernprozess stecken, aber grundsätzlich mithalten können.“ Das wolle das Team im schweren Auswärtsspiel beim derzeitigen Tabellenzweiten vom TSV Intschede (Sonnabend, 7. Dezember, 16.30 Uhr) unter Beweis stellen.

ATSV Habenhausen: Bergen, Zumpe; Buschmann, Stegemann, Schiege, Warnke (1), Petersen (1), Rathmann (1), Koconrek (2), Gasiorek (2), Guroll (3/2), A. Burwinkel (3), Sünkenberg (4/3), L. Burwinkel (9).