Die Lockerheit ist verpufft

Bremen. Eigentlich ist die „11“ eine Nummer, die eher zum Fußball, denn zum Handball passt – für die Landesliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen zeugt die Primzahl allerdings von der bislang eher durchschnittlich verlaufenden Saison. Nach elf Spielen liegt die Mannschaft von ATSV-Trainer Lars Röwer zur Halbzeit mit elf Punkten und einem Torverhältnis von plus elf auf dem – nein, nicht elften, sondern siebten Tabellenplatz. „Heute mussten sich die Zuschauer ein wahres Fehler-Festival anschauen“, bilanzierte Röwer nach der bitteren 25:26 (11:14)-Auswärtsniederlage bei Aufsteiger TSV Intschede mehr als enttäuscht.

Das Spiel zweier in etwa gleich starker Mannschaften war über die gesamten 60 Minuten von großer Hektik geprägt. „Wir sind von Anfang an nicht gut in die Zweikämpfe hinein gekommen“, erläuterte Röwer, dessen Team bereits nach knapp 15 Minuten mit drei Toren in Rückstand lag (4:7). In seiner ersten Auszeit forderte der ATSV-Coach mehr Aufmerksamkeit beim Verschieben in der Defensive und eine größere Effizienz im Angriff. „Wir haben viele gute Möglichkeiten nicht gut ausgespielt“, verdeutlichte Röwer, „oder die gegnerische Torfrau warm geworfen.“ Bis zur Pause erspielte sich der Aufsteiger einen Vorsprung von drei Toren, mit Wiederbeginn knüpften beide Mannschaften nahtlos an die schlechte Leistung aus Durchgang eins an.

Intschede zog innerhalb der ersten zehn Minuten auf vier Tore davon (19:15/42.), der ATSV konterte und kam auf einen Treffer heran (20:21/51.). In der letztlich erneut ausgeglichenen Schlussphase warfen die Gäste um ihre beste Werferin Svenja Petersen (sieben Tore) schließlich alles in die Waagschale und wollten zumindest einen Punkt mitnehmen. „Leider fehlten uns auch in diesem Spiel wieder die Lockerheit und die Sicherheit im Spielaufbau“, bedauerte Lars Röwer, „aufgrund unserer vielen Eigenfehler haben wir es nie geschafft, nach dem Anschluss selber in Führung zu gehen und müssen uns am Ende mit einer unnötigen Niederlage abfinden.“

In der Pause sei nun das oberste Ziel des ATSV-Trainertabs, „die Köpfe der Spielerinnen endlich frei zu bekommen und diese Blockaden zu lösen, damit sie in den nächsten Spielen wieder befreit aufspielen und ihr durchaus vorhandenes Potenzial über 60 Minuten und gegen jeden Gegner auf die Platte bringen können“.

ATSV Habenhausen: Zumpe, Töbelmann; Pauly, Buschmann, A. Burwinkel (1), Warnke (1), Sünkenberg (1), Koconrek (1), Stegemann (1), Guroll (2/1), Schiege (2), L. Burwinkel (3/1), Rathmann (6), Petersen (7).

Verfasst von Christian Markwort und veröffentlicht am 12.12.2019 im Weser Kurier