Der ATSV Habenhausen II verliert 23:36 beim TvdH Oldenburg

Bremen.Ein arg dezimierter Kader, verunsicherte Spieler und ein bärenstarker Tabellenzweiter – die Voraussetzungen für den ATSV Habenhausen II im Auswärtsspiel in der Handball-Verbandsliga der Männer beim TvdH Oldenburg waren alles andere als prächtig. Und so zeigte sich ATSV-Trainer Philipp Grieme nach der deutlichen 23:36 (10:18)-Niederlage auch nur mäßig enttäuscht. „In meinen Augen haben die Oldenburger verdient gewonnen, mir jedoch fünf bis sechs Tore zu hoch“, bilanzierte er nach Spielende. „Wenn es weniger sind, bin ich zufrieden“, führte er weiter aus, „ so verlieren wir wieder mit 13 Toren, was in dieser Höhe nicht Not tat.“

In eigener Halle geriet der Sieg des Tabellenzweiten gegen das Schlusslicht der Liga nie in Gefahr, bereits zur Halbzeit hatten sich die Gastgeber eine komfortable Führung erarbeitet, die nach dem Seitenwechsel weiter  ausgebaut wurde. „Wir wollten Oldenburg von Anfang an in deren Angriff unter Druck setzen“, skizzierte Grieme seinen Plan, „außerdem habe ich mit meiner Abwehrformation auf den Überraschungseffekt gehofft.“

Bis zum 7:7 (15. Minute) bewegten sich die beiden Kontrahenten auch tatsächlich auf Augenhöhe, der ATSV startete mit einer 4-2-Abwehr mit Jan Häusler und Marvin Rauer auf den vorgezogenen Positionen. Plan ging zunächst auch auf, „weil meine Mannschaft die Angriffsaktionen gut vorbereitet hatte“, wie Grieme erläuterte. Erst in der Folge trumpfte Oldenburg schließlich doch auf und läutete die Torejagd ein.

Knappe fünf Minuten später stand es bereits 12:7, den Gastgebern spielte zudem in die Karten, dass Habenhausen nur die Hälfte seiner vier zugesprochenen Siebenmeter zu nutzen wusste.  „In meiner ersten Auszeit haben wir versucht, wieder etwas mehr Konzept in den Angriff zu bekommen“, erklärte der Bremer Trainer, „ansonsten war ich aber absolut zufrieden mit den ersten 20 Minuten. Leider brechen wir danach komplett ein und das Spiel war zur Halbzeit schon entschieden.“ In die zweite Halbzeit starten die Gäste um ihren besten Werfer Jan Häusler (sechs Tore) allerdings schwach. Die Oldenburger kamen regelrecht ins Rollen, Habenhausen stellte schnell auf eine 3.2:1-Abwehr um, „wo wir es phasenweise gut machen und Ballgewinne hatten“, so Grieme, „dann aber auch wieder Defizite hatten und die Oldenburger förmlich ohne Gegenwehr zum Wurf haben kommen lassen“. Mitte der zweiten Halbzeit war Oldenburg bereits auf 29:16 enteilt, „weil es uns nicht gelang“, haderte Grieme, „den Oldenburgern den Schwung nehmen, Ballgewinne generieren und selbst ins Tempospiel kommen“. Für das Heimspiel gegen den gegen den direkten Konkurrenten TSV Bremervörde (Sonntag, 8. Dezember, 17 Uhr) hat Philipp Grieme eine klare Vorgabe: „Wir brauchen Kampfgeist, mehr Qualität in der Abwehr und müssen unser Tempospiel durchbringen.“

ATSV Habenhausen II: Wilshusen, Kante; Lohmann, Rauer, Klün (1/1), Wessling (2), Marz (3/1), Lückert (3), Rohländer (3), Kowalzik (5), Häusler (6).

Verfasst von Christian Markwort und veröffentlicht am 05.12.2019 im Weser Kurier