Handball-Verbandsligist verliert gegen Fredenbeck II mit 30:35

Bremen.Nach der bitteren 30:35 (13:18)-Heimniederlage gegen den VfL Fredenbeck II treten die Handballer des ATSV Habenhausen II weiterhin auf der Stelle und müssen als Vorletzter der Tabelle um den Klassenerhalt in der Verbandsliga bangen. „Wenn wir gegen Eyendorf da weitermachen, wo wir gegen Fredenbeck aufgehört haben“, blickte ATSV-Trainer Philipp Grieme unmittelbar nach Spielende bereits auf das Kellerduell mit dem MTV (Sonnabend, 18. Januar (19.15 Uhr) voraus, „bin ich optimistisch das ausgegebene Ziel Klassenerhalt noch zu erreichen.“

Die Gastgeber um ihren besten Werfer Jan Häusler (fünf Tore/zwei Siebenmeter) begangen hektisch und erlaubten sich bereits in der Anfangsphase besonders in der Offensive zahlreiche technische Fehler. Zudem ließen sie wiederholt beste Torchancen beinahe schon fahrlässig liegen und gerieten frühzeitig mit fünf Toren in Rückstand (1:6/achte Spielminute). Bis zur Pause kam der ATSV langsam besser ins Spiel, die Spieler entwickelten mehr Druck auf die Nahtstellen und trafen offensiv bessere Entscheidungen. „Der deutliche Rückstand zur Halbzeit war durch fehlende Cleverness und schlechte Entscheidungen in der Abwehr bedingt“, bilanzierte Grieme, „nach dem Seitenwechsel kamen wir besser ins Spiel, stellten die Abwehr mehrfach um und Fredenbeck somit immer wieder vor neue Aufgaben.“

Bis auf zwei Tore (23:25/44.) kämpften sich die Hausherren schließlich an den VfL heran, ohne allerdings für wirkliche Gefahr zu sorgen. Zwar überzeugten Bastian Klün im Rückraum und Jonas Rohländer am Kreis in der zweiten Halbzeit vor allem im Angriff. „Dann hat in meinen Augen aber einfach gefehlt“, erläuterte Grieme, „dass alle noch fünf bis zehn Prozent mehr aus sich rausholen und dieses Spiel unbedingt drehen wollen.“ Nach der imposanten Aufholjagd erhielten die Habenhauser dann allerdings eine ärgerliche Zeitstrafe gegen Flemming Stüven, „was uns zwei Minuten in Unterzahl agieren ließ“, haderte Grieme. Knapp zehn Minuten vor dem Ende öffneten die Gastgeber schließlich die Tore noch einmal ganz und stellten defensiv auf eine sehr offensive 3:3-Deckung um – was letztlich aber nicht mehr zumindest einem durchaus möglichen Punktgewinn reichte.

„Man muss klar feststellen“, resümierte der ATSV-Coach nach der Schlusssirene ernüchtert, „dass, wenn wir nicht so schwach ins Spiel gestartet wären, gegen gute Fredenbecker wirklich etwas drin gewesen wäre.“ Über weite Strecken habe seine Mannschaft „ein gutes Spiel gestaltet, die zweite Hälfte verlief aus meiner Sicht zudem ziemlich ausgeglichen und wir hätten diese durchaus auch gewinnen können.“ Die schwache Anfangsphase habe sich letztlich allerdings nicht mehr rechtzeitig genug ausbügeln lassen, „und somit verlieren wir ein Spiel auf Augenhöhe zwar unnötig, aber leider doch verdient“.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen, Kante; Lohmann, Walz (1), Lückert (1), Rohländer (1), Kowalzik (2), Töbelmann (4), Marz (4), Stüven (4), Klün (4), Wessling (4), Häusler (5/2).

Verfasst von Christian Markwort und veröffentlicht am 16.01.2020 im Weser Kurier