Habenhausen besiegt Rotenburg

Habenhausen. Der knappe 20:18 (11:11)-Auswärtssieg des ATSV Habenhausen beim TuS Rotenburg hatte das Zeug eines Charaktertests. Denn nachdem die Blau-Weißen in der Handball-Oberliga vor zwei Wochen den Anschluss zum Spitzenreiter Cloppenburg verloren hatten, mussten sie tatenlos zusehen, wie der einen Konkurrenten nach dem anderen kassiert.

Da kam für die Habenhausern der Auftritt ohne die heißgeliebte „Backe“ in Rotenburg alles andere als zur rechten Zeit. Zumal sie dort genau deshalb in der vergangenen Saison mit 24:29 das Nachsehen hatten. Außerdem saß bei den Wümmestädtern der neue Trainer Jörg Leyens schon einmal auf der Tribüne, was die Hausherren zusätzlich antrieb.

„Dieses Mal haben meine Spieler genau das gemacht, was wir vorhatten“, analysierte der ATSV-Trainer Matthias Ruckh genüsslich das Spiel. Will heißen, dass die Gäste eine kompromisslose Abwehr spielten und den Ball im Angriff bedingungslos bis zur Torchance laufen ließen. Deshalb waren Würfe über Außen und den Kreis oder Durchbrüche durch die TuS-Verteidigung angesagt. Versuche aus der zweiten Reihe waren wiederum mangels Haftmittel an der Hand völlig verpönt. Allein schon die zehn zugesprochenen Siebenmeter zeugten davon, dass die Blau-Weißen dieses bedingungslos umsetzten.

Der Matchplan geht auf

„Wir haben den Kampf angenommen“, lobte Ruckh. Er setzte aufgrund einer Grippewelle im Feld nur auf Björn Wähmann, Lino Hintke, Marcel Fischer, Felix Meier, Janik Schluroff, Lukas Feller und Mirko Ahrens. „Der Matchplan ist aufgegangen“, freute der ATSV-Trainer. Anfangs lief Habenhausen einem 1:4-Rückstand hinterher (11.), ab dem 11:11 (30.) lagen die Gäste mit einem bis zu drei Treffern in Front. Nach dem 18:18 behielten sie die stärkeren Nerven und legten durch Mirko Ahrens das 19:18 vor (58.). 16 Sekunden vor Schluss machte Janik Schluroff mit dem Treffer zum einem-Endstand alles klar.

ATSV Habenhausen: Steffens, Sommerfeld, Wessels; Fischer, Ruthke, Fischer, B. Wähmann (9/7), Meier, J. Schluroff (4), M. Wähmann, Marien, Hintke, Ahrens (5), Müller, Feller (2/1).

Verfasst von Olaf Kowalzik und veröffentlicht am 10.02.2020 im Weser Kurier