Landesliga-Handballerinnen schlagen Werder Bremen III 28:25

Bremen.Angeführt von einer überaus spielfreudigen und treffsicheren Svenja Petersen setzten sich die Handballerinnen des ATSV Habenhausen in eigener Halle im Stadtderby in der Landesliga der Frauen mit 27:25 (14:13) gegen den SV Werder Bremen III durch. „Wenn man sieht, dass sich Werder gegen uns unter anderem mit Jessica Repty aus der zweiten Mannschaft verstärkt hat“, sagte ATSV-Trainer Lars Röwer, „zeigt das ganz deutlich, dass sie uns ernst genommen haben und wir auch deshalb schon sehr zufrieden mit unserer Leistung sein können.“

Die ersten 20 Minuten gestalteten sich ausgeglichen, die jeweilige ATSV-Führung egalisierten die Gäste um die starke Christine Köster (elf Tore/vier Siebenmeter) regelmäßig. Erst ab der 20. Minuten erspielte sich Habenhausen schließlich einen Drei-Tore-Vorsprung (10:7/22. Spielminute), in einer frühen Auszeit mahnte Werder-Coach Malte Rogoll seine Spielerinnen zu mehr Konzentration in der Defensive und die Gäste gingen letztlich mit einem Tor Rückstand in die Kabinen.

Mit Wiederbeginn fanden die Gastgeberinnen deutlich schneller wieder zu ihrem Spiel, konzentriert in der Defensive bekamen die Spielerinnen offensiv zunehmend mehr Sicherheit und setzten sich frühzeitig auf sechs Tore ab (21:15/38.). „Wir wollten vor allen Dinge die Anspiele an den Kreis unterbinden“, erläuterte Röwer den Matchplan des ATSV, „und immer ein Auge auf Chrissy Köster haben, um sie aus dem Spiel zu nehmen.“ Trotzdem sei die Ausnahme-Handballerin nie ganz auszuschalten gewesen, so Röwer, „wenn man allerdings bedenkt, dass sie im Schnitt regelmäßig zweistellig trifft, haben es die Spielerinnen insgesamt einfach überragend gelöst.“ Aus der kompakten 6:0-Deckung heraus gewann der ATSV im Angriff die nötige Sicherheit und die Spielerinnen lauerten geduldig auf die beste Gelegenheit zum Torwurf. „Wir waren nur kurz etwas hektisch“, skizzierte Röwer die Phase zwischen der 39, und 47. Minute, als Werder den Rückstand verkürzen konnte (22:20). Doch in der Schlussphase fing sich der ATSV und setzte sich letztlich hoch verdient durch. „Mit der Entwicklung der letzten Wochen bin ich sehr zufrieden“, betonte Lars Röwer. Seine Spielerinnen konzentrieren sich jetzt auf das Spiel beim TSV Altenwalde (Sonnabend, 7. März, 15.30 Uhr).

ATSV Habenhausen: Bergen, Zumpe; Stephan, Buschmann, Koconrek, Pauly, Gasiorek, Guroll (2/1), L. Burwinkel (3/1), Schiege (3), Warnke (3), Sünkenberg (4/2), Rathmann (6), Petersen (7).

Verfasst von Christian Markwort und veröffentlicht am 27.02.2020 im Weser Kurier