Ersatzgeschwächte Verbandsliga-Handballer verlieren beim TuS Haren 23:35 – nur Sebastian Nülle in Normalform

Habenhausen. Sechs Spieltage vor Saisonende gerät der ATSV Habenhausen II immer tiefer in den Abstiegstrudel in der Handball-­Verbandsliga der Männer. Nach der deutlichen 23:35 (9:15)-Auswärtsniederlage beim TuS Haren besteht der Abstand für den Tabellenletzten zum rettenden Ufer aus mittlerweile drei Punkten und bei der derzeitigen Verfassung des Teams um ATSV-Trainer Philipp Grieme besteht nur wenig Hoffnung, dass sich das in den verbleibenden Begegnungen wesentlich positiver gestalten könnte.

 Bei einer Tordifferenz von minus 109 Toren muss die Mannschaft mittlerweile nicht nur eben diese drei Punkte, sondern vermutlich noch einen Extrapunkt herausspielen, um den Sprung an den übrigen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt vorbei noch zu bewältigen – allerdings gibt die derzeitige Torflaute der Oberliga-Vertretung in dieser Hinsicht nur wenig Hoffnung, dass das Unternehmen Klassenerhalt tatsächlich noch zu verwirklichen sein könnte. Auch im Spiel beim Tabellendritten der Tabelle konnte lediglich Rechtsaußen Sebastian Nülle (neun Tore/zwei Siebenmeter) einigermaßen an seine Normalform heran reichen, der Rest blieb dagegen gänzlich unter Normalform. „Eigentlich sind wir sehr gut in die Partie gestartet“, resümierte Grieme, „die ersten 20 Minuten bewachen wir ihren Kreisläufer Martin Giesen sehr gut und kommen immer wieder in den Gegenstoß.“

Angeführt von Nülle gelang es den Gästen sogar, eine Zwei-Tore-Führung heraus zu spielen (6:4/9.). Doch ließen sich die Hausherren um ihre beiden besten Werfer Stefan Sträche (10/6) und Martin Giesen (9) von dem guten Auftakt der Gäste kaum beeindrucken und hatten sich bis zur 22. Minute bereits ihrerseits auf 10:7 absetzen können. Mit Beginn der zweiten 30 Minuten offenbarten die Gäste neben der immer stärker werdenden Frustration zudem auch noch schwache Nerven, von insgesamt sechs Strafwürfen verwandeln die Bremer lediglich zwei, was den Trainer geradezu verzweifeln ließ. „In die zweite Halbzeit starten wir ähnlich, wie wir die erste beendet haben“, bilanzierte Grieme, „und dadurch ist das Spiel recht früh entschieden.“ Die Bremer wollten sich „nach der eigenen Auszeit noch mal rankämpfen und uns nicht kampflos aufgeben“ erklärte der Coach, „sicherlich darf man in Haren verlieren, für die Leistung die wir gezeigt haben, sind mir 35 Gegentore einfach zu viel und vorne schaffen wir es nicht, fünf bis sechs Chancen mehr zu verwandeln“.

Am kommenden Sonnabend, 14. März (19.30 Uhr), empfängt das Team die SG Neuenhaus/Uelsen. „Im Hinspiel haben wir sehr gut und aggressiv verteidigt“, sagte Grieme, „das brauchen wir wieder und dann müssen wir wieder in unser Tempospiel finden. Es sei „ein Spiel mit Endspiel-Charakter „, betonte der Trainer, „dementsprechend bereiten wir uns diese Woche vor und nehmen den Kampf am Samstag an“.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen, Kante; Walz, Kowalzik, Gebhardt, Lückert, Häusler (1), Töbelmann (4), Wessling (4), Marz (5), Nülle (9).

Verfasst von Christian Markwort und veröffentlicht am 12.03.2020 im Weser Kurier