Habenhauser Frauen feiern 36:29-Sieg in Altenwalde

Bremen. Damit gerechnet hatte zu Beginn der Saison in der Handball-Landesliga der Frauen vermutlich niemand: Nach verschiedenen Querelen und einigen internen Veränderungen innerhalb der Mannschaft des ATSV Habenhausen startete das Team als „Quasi-Aufsteiger“ mit dem Ziel Klassenerhalt in eine eher ungewisse Spielzeit. Nach dem deutlichen 36:29 (14:15)-Auswärtssieg beim TSV Altenwalde kommt der direkte Abstieg nun nicht mehr in Frage, um auch den Relegationsplatz zu vermeiden, fehlt der Mannschaft um Habenhausens Trainer Lars Röwer lediglich noch ein Zähler aus den verbleibenden fünf Partien, um endgültig für eine weitere Landesliga-Saison planen zu können.

Darauf spekuliert seitens des aktuell Dritten der Tabelle allerdings keiner mehr, im Gegenteil steht nun sogar der Aufstieg in die Oberliga im Raum. Lediglich vier Zähler trennen den ATSV von Spitzenreiter HSG Bützfleth/Drochtersen, betrachtet man das Restprogramm beider Mannschaften, liegt der Vorteil klar beim ATSV.

Von den verbleibenden fünf Begegnungen finden gleich vier in der heimischen Hinni-­Schwenker-Halle statt, von bisher sieben Spielen gewannen die Habenhauserinnen dort sechsmal. Dennoch tritt Lars Röwer auf die Euphoriebremse: „Wir haben unser erstes Ziel erreicht“, erklärte er, „nun schauen wir vollkommen ohne Druck von Spiel zu Spiel und werden sehen, was am Ende dabei heraus kommt.“

Zehn Burwinkel-Tore

Gegen kämpferisch stark eingestellte Gastgeberinnen um ihre beste Werferin Kim Ayleen Hannawald (sieben Tore) taten sich die Bremerinnen um ihre treffsicherste Akteurin Lea Burwinkel (10/ein Siebenmeter) in den ersten 30 Minuten zunächst schwer und gerieten schnell mit vier Toren in Rückstand (2:6/achte Spielminute). „Altenwalde spielte einen sehr gut strukturierten Ball“, erklärte Röwer, „die Mannschaft ist klar besser, als es ihr derzeitiger Tabellenplatz aussagt.“ Bis zur Pause entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, mit einem Treffer in Rückstand gingen sie Gäste schließlich in die Kabine.

Mit Beginn der zweiten Hälfte wechselte die Führung mehrfach, erst nach knapp zehn Minuten setzten sich die Gäste schließlich auf vier Tore ab (25:21/43.) – um diese bis zur Schlusssirene nicht wieder abzugeben. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, lobte Lars Röwer, „das war die bislang beste zweite Halbzeit der Saison.“

Nun steht im Stadtderby mit dem TuS Komet Arsten (Sonntag, 15. März, 14.45 Uhr) die Revanche für die 29:35-Hinspielniederlage auf dem Programm – und möglicherweise auch der erste von nur noch fünf Schritten in Richtung Oberliga.

ATSV Habenhausen: Töbelmann, Zumpe; Langer, Pauly, Stegemann, Buschmann (1), Guroll (1), Warnke (2), Sünkenberg (4/1), Gasiorek (4), Rathmann (5), Petersen (9), Burwinkel (10/1).

Verfasst von Christian Markwort und veröffentlicht am 12.03.2020 im Weser Kurier