Handball-Verbandsligist Habenhausen II ist wieder im Training – drei Neuzugänge im Rückraum

Bremen. Die gute Nachricht in richtig schlechten Zeiten erhielten die Handballer des ATSV Habenhausen II Mitte April: „„Es wird keine Absteiger geben“, erklärte Jens Schoof, Vizepräsident Spieltechnik beim Bremer Handballverband (BHV) und dem Handball-Verband Niedersachsen (HVN). Damit stand für den Tabellenletzten der Verbandsliga endgültig fest, dass die Mannschaft um ATSV-Coach Philipp Grieme auch in der kommenden Spielzeit in der fünfthöchsten Spielklasse an den Start gehen darf.

Trotz der überaus prekären Tabellenkonstellation Mitte März hätte Philipp Grieme die Saison gerne sportlich beendet, statt „den Klassenerhalt am „grünen Tisch“ zugesprochen zu bekommen. Dass er und seine junge Mannschaft von Anfang an um den Verbleib in der Verbandsliga hätten bangen müssen, sei ihm noch vor dem ersten Anwurf klar gewesen, betont der Coach, „jetzt wissen alle, was in der nächsten Saison auf sie zukommt“, sieht Grieme dem Start in die neue Saison durchaus zuversichtlich entgegen.

Wann dieser sein wird, steht derzeit allerdings noch in den Sternen, der vom Verband angedachte 12. September rückt auch für Grieme und sein Team in immer weitere Ferne. „Die Planung ist momentan so, dass ich davon ausgehen muss, dass Mitte September gespielt wird“, erläutert Grieme seinen momentanen Trainingsplan, „auch wenn ich persönlich glaube, dass wir erst im Oktober wieder in den Spielbetrieb einsteigen werden.“ Sollte es dazwischen aber möglich sein, „möchte ich dann den September nutzen, um einige Testspiele zu machen“, führt der Trainer weiter aus. Seit Juli dürfen die Habenhauser wieder trainieren, seitdem wird das Pensum in kleinen Schritten gesteigert. „Wir haben jetzt ganz langsam ein mal die Woche wieder angefangen und unsere Neuzugänge vorgestellt“, skizziert Grieme den Verlauf. Nun forciere er etwas und sorge für einen leichten Anstieg des Trainingspensums, „weil ich glaube, dass dieser Weg aus Trainingswissenschaftlicher Sicht in Hinsicht auf Prävention und Verletzungsprofilaxe am sinnvollsten ist“, sagt Grieme.

Zunächst trafen sich Team und Trainer auf dem Sportplatz, wo zwei Trainingseinheiten über jeweils 60 Minuten absolviert wurden. Dabei standen Kraft- und Grundlagentraining ebenso im Fokus, wie auch das Konditionstraining. „Ab dieser Woche trainieren wir dann wieder in der Halle“, erläutert Grieme, „wo wir die Trainingsintensität weiter sukzessive steigern werden.“ Endgültig in die Vorbereitung auf die neue Saison gehe es schließlich ab Anfang Juli, so Grieme, der sich bereits jetzt allerdings schon über drei Neuzugänge für den Rückraum freut.

„Neu zum Team gestoßen sind Bjarne Ruthke aus unserer ersten Herrenmannschaft“, stellt er vor. „Malte Helbig kommt vom HC Bremen und Kyan Petersen, der noch bis Anfang September im Ausland ist, wird uns ebenfalls im Rückraum verstärken.“ Als Abgänge stünden derzeit bereits Niklas Lohmann, Niklas Kowalzik und Sebastian Nülle (alle mit unbekanntem Ziel) fest. „Ich glaube, mit den Neuzugängen haben wir uns vor allem im Rückraum, aber auch im Innenverband in der Deckung verstärkt“, zeigt sich Grieme von mehr Qualität im Kader überzeugt, „mit Malte Helbig und Bjarne Ruthke kommen zwei Spieler aus der schon Oberliga hinzu, die beide im Innenverband verteidigen können.“ Auch Ryan Petersen weise bereits Oberligaerfahrung auf, so Grieme, „und wir kennen ihn ja aus dem vorletzten Jahr“.

Der Trainer freue sich auf die drei Neuen, „aber auch auf gesamte Mannschaft“, versichert Grieme, „die das letzte Jahr kein einfaches Jahr durchgemacht hat, sich in dem halben Jahr aber noch mal mehr kennenlernen konnte“. Mit nun vier sogenannten Regelabsteigern werde die Aufgabe für die Oberliga-Vertretung sicherlich nicht leichter, prognostiziert der Trainer, „aber ich bin guten Mutes, dass wir mit einer ordentlichen Vorbereitung, dem nötigen Ehrgeiz und Aufwand die Klasse halten werden“.

Die selbe Einstellung erwarte Grieme auch von seiner Mannschaft, „und ich glaube, dass wir dafür die richtigen Spieler an Bord haben“, betont er.

Veröffentlicht im Sportteil des Stadtteil- Kurier Links der Weser am 15.Juni.2020. Geschrieben von Christian Markwort