Tischtennis-Saisonplanung

„Es ist irgendwie unwirklich, unter den aktuellen Bedingungen eine normale Saison zu planen“, zeigt sich Sportwart Jens Arfmann einigermaßen irritiert. Für die Tischtennisabteilung des ATSV Habenhausen hat er eine ganz normale Vereins- und Mannschaftsmeldung abgegeben. Der Saisonstart ist für Anfang September vorgesehen.

„Viele Spielerinnen und Spieler können sich unter den geltenden Beschränkungen keinen Punktspielbetrieb vorstellen“, berichtet Arfmann. Er hat trotzdem wie im Vorjahr eine Damen-, zwei Jugend-, sechs Herren- und eine Seniorenmannschaft gemeldet.

Der Trainingsbetrieb der Tischtennisabteilung läuft wieder. Aber die Personenanzahl in der Halle ist beschränkt, es gibt keine Doppel, keine Duschen, keine Umkleidemöglichkeit. „Ganz besonders wird auch das gesellige Beisammensein nach dem Training vermisst“, hat Abteilungsleiter Andi Mündl festgestellt.

Ohne weitere Lockerungen scheint ein Punktspielbetrieb nicht möglich. Noch sind keine Doppel zugelassen, die Umkleiden und Duschen dürfen nicht genutzt werden. „Bei der geltenden Beschränkung der Personenzahl haben wir gar nicht genug Hallenzeiten für alle Mannschaften“, spricht Arfmann ein weiteres Problem an. „Und wie sollen die Mannschaften zu den Auswärts-Spielen kommen, solange die bisherigen Fahrgemeinschaften nicht erlaubt sind?“

Innerhalb Bremens kann vielleicht auf das Fahrrad oder den ÖPNV ausgewichen werden. Aber die Damen sowie die zweite und dritte Herrenmannschaft spielen in der Tischtennis Bezirksliga OHZ/VER/HB, wo viele Hallen in schlechter erreichbaren kleinen Umlandgemeinden liegen. Die erste Mannschaft muss in der Verbandsliga Nord sogar bis nach Dissen, Oldendorf, Lüneburg oder Celle, wobei die Hallen ebenfalls nicht in Bahnhofsnähe liegen.

Mitte Juli sollen die Spieltermine festgelegt werden. Als Mannschaftsführer sorgt sich Arfmann: „Ich weiß momentan gar nicht, ob ich überhaupt eine Mannschaft zusammen bekommen werde. Viele haben derzeit noch große Vorbehalte, einige kommen nicht einmal zum Training.“

Heike Groneberg