Handballerinnen sind optimistisch

Bremen. Wer weiß, was mit den Handballerinnen des ATSV Habenhausen geschehen wäre, wenn die Covid-19-Krise nicht zu einem vorzeitigen Abbruch der vergangenen Saison in der Landesliga geführt hätte. Als damals Dritter im Tableau hätten sich Trainer Lars Röwer und sein Team nicht ganz unberechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Oberliga machen dürfen, bei lediglich einem Punkt Abstand auf den zweiten Aufstiegsplatz und noch fünf ausstehenden Partien kein wirklich unrealistisches Szenario. „Abgehakt“, sagt Lars Röwer. „Wir bereiten uns jetzt auf die neue Saison vor und sind zuversichtlich, mit dieser Mannschaft wieder oben mitspielen zu können.“

Gemeinsam mit Co-Trainerin Lara Wähmann und Torwarttrainer Rainer Lange hatte Röwer Mitte Juni in kleinen Schritten das Training wieder aufgenommen, seit August trainieren die 22 Spielerinnen wieder bis zu dreimal in der Woche. „Durch die Krise ist bei uns ein echtes ‚Wir-Gefühl‘ entstanden“, freut sich der Coach. „Alle ziehen voll mit und jede einzelne will sich auf ihrer Position empfehlen.“ Noch fehle etwas „Fine-Tuning“, räumt Röwer ein, doch mit den bisher gezeigten Leistungen der Spielerinnen zeigt er sich „sehr einverstanden“.

Durch die Neueinteilung der Ligen wird der ATSV Habenhausen in der Nordstaffel auf neun Konkurrentinnen treffen, verstecken müsse sich das Team vor keiner Mannschaft, zeigt sich der Trainer von der Qualität im Kader überzeugt. „Unser Blick geht klar nach oben“, gibt Röwer das Saisonziel aus. „Ein Platz unter den ersten drei Mannschaften sollte drin sein, wenn wir von Verletzungen verschont bleiben.“ Mit seinen drei Neuzugängen Celine und Kass, Paula Rux und Lynn-Marie Schade setzen Röwer und Wähmann auf die Jugend, alle drei sollen behutsam an den Frauenbereich herangeführt werden und verfügen über großes Potenzial, versichert der Trainer. „Alle drei haben sich super integriert“, sagt Röwer. „Jetzt gilt es für das ganze Team, den Spannungsbogen möglichst hoch zu halten, da die Saison unglücklicherweise erst Ende Oktober beginnt.“

Zum Start steht zunächst das Gastspiel beim TSV Bremervörde auf dem Programm (Sonntag, 25. Oktober, 15 Uhr), dazu freuen sich Röwer und Co. auf packende Lokalderbys mit Aufsteiger HC Bremen, dem TuS Komet Arsten und dem SV Werder Bremen III. „Das werden tolle Spiele“, betont Röwer. „Wir haben viele ambitionierte Gegner, vertrauen aber voll auf unsere Qualität und werden versuchen, in jedem Spiel unsere Stärken einzubringen.“ Ein wertvolles Pfund, mit dem der ATSV wuchern könne, „ist, dass wir einen eingespielten Kader haben und auf allen Positionen sehr ausgeglichen besetzt sind“, hebt Röwer hervor. „In dieser Phase der Vorbereitung geht es jetzt darum, in den Rhythmus zu finden, die Abläufe zu automatisieren und Schwung aufzunehmen, damit wir gleich zum Saisonstart voll da sind“, erläutert Röwer.

Veröffentlicht im Stadtteil-Kurier Links der Weser am 03. September 2020. Geschrieben von Christian Markwort