Seit Mitte Juni trainieren die Handballer des ATSV Habenhausen II wieder, mittlerweile befindet sich das Team von ATSV-Trainer Philipp Grieme im Endspurt der Vorbereitung auf die neue Saison.

Bremen. Seit Mitte Juni trainieren die Handballer des ATSV Habenhausen II wieder, mittlerweile befindet sich das Team von ATSV-Trainer Philipp Grieme im Endspurt der Vorbereitung auf die neue Saison in der Verbandsliga Nordsee. Zunächst war Grieme wichtig, dass seine Spieler erst einmal wieder das richtige Gefühl für den Ball und den Sport in der Halle bekommen – schließlich hatten sie seit dem coronabedingten Saisonabbruch im Frühjahr nur individuell trainieren dürfen. „Wir haben nach lockerem Einstieg im Juni die Zügel im Juli und August angezogen“, blickt Grieme zurück, „neben diversen Kraft- und Ausdauer-Einheiten standen in diesem Jahr auch acht Einheiten in einem Fitness-Center beim TuS Komet Arsten an.“ Dort hätten die Spieler unter Anleitung von Andreas Vroom und dessen Sohn Lennard vor allem im Bereich der Schnellkraft und Kraftausdauer gearbeitet, so Grieme, der sich denn auch zufrieden mit dem Ergebnis zeigt: „Die Jungs sind athletisch auf eine super Niveau“, versichert er, „von der Fitness her sind alle Spieler auf einem guten Stand, spielerisch müssen wir unsere Abläufe jetzt noch festigen, um die nötige Sicherheit bekommen.“

Auch eine rund zehntägige Pause Anfang September hätte dem positiven Gesamteindruck keinen Abbruch getan, führt der Trainer aus, „diese handballfreie Zeit haben einfach alle gebraucht, und auch ich konnte neue Energie und Motivation aus dieser kurzen Pause ziehen“. In den bisherigen Testspielen gegen die TS Hoykenkamp, den HC Bremen sowie gegen die SG Arbergen/Mahndorf habe sich die Mannschaft  gut verkauft“, erläutert Grieme, „was mich gefreut hat, war, dass wir uns im zweiten Spiel gegen den HC Bremen gut ins Spiel hinein gebissen haben und das Spiel mit 28:33 nicht zu hoch verloren haben“.

Innenverband im Blickpunkt

Mit einem schmalen Kader von lediglich sechs Feldspielern – und vorherigem Training – „haben die Jungs super gekämpft“, resümierte Grieme zufrieden, „auch wenn ich die Ergebnisse noch nicht zu hoch hängen will, haben die Jungs, die da waren, ihren Job schon sehr gut gemacht“. Im Training arbeiten die Verbandsliga-Handballer derzeit mit hoher Intensität an einer aggressiveren Deckungsarbeit und suchen außerdem noch die ideale Besetzung für den Innenverband. „Das gestaltet sich dadurch, dass wir nicht immer alle im Training haben, als nicht ganz so einfach“, sieht Philipp Grieme noch einen gewissen Nachholbedarf, zeigt sich vor dem Saisonauftakt mit dem Auswärtsspiel bei der HSG Heidmark (Sonnabend, 3. Oktober, 19.30 Uhr) gleichzeitig aber durchaus zuversichtlich: „Ich sehe uns auf einem guten Weg, die letzten Stellschrauben bis zum Saisonstart in Heidmark gestellt zu haben“, sagt er.

Mit Kyan Petersen ist neben Malte Helbig und Bjarne Ruthke nun auch der letzte der drei Habenhauser Neuzugänge ins Training eingestiegen, was den ATSV-Coach trotz des Trainingsrückstandes des Rückkehrers sehr freut. „Kyan war bis vor kurzem noch für ein Auslandssemester in Japan gewesen“, erklärt Grieme, „und trainiert deshalb auch erst seit Anfang September mit uns.“ Auch von Helbig und Ruthke verspricht sich der Trainer eine Bereicherung für sein Team: „Malte hat im letzten Jahr noch beim HC Bremen in der Oberliga gespielt und kehrt jetzt zu seinem Jugendverein zurück“, führt Grieme aus. „Ich kenne ihn schon lange und habe ihn bereits in der B-Jugend sowie einem Jahr A-Jugend trainiert.“ Malte Helbig könne „sowohl im Innenblock als auch auf der Halbposition verteidigen“, so Grieme, „vorne bringt er viel Dynamik mit und ist ein starker Eins-gegen-eins-Spieler“. Von Ruthke erhoffe sich Grieme, „dass er ein wichtiger Führungsspieler für uns wird“. Ruthke habe sich „im letzten Jahr noch mal extrem weiterentwickelt“, versichert der ATSV-Coach, „er bringt eine gute Sprungkraft und viel Wurfgewalt aus dem Rückraum mit“. Zudem habe Ruthke „im letzten Jahr bewiesen, dass er da ist, wenn es drauf ankommt“, weist Grieme auf den internen Stellenwert de Rückkehrers hin.

Das sei angesichts einer ziemlich bitteren Pille für Trainer Philipp Grieme und sein Team allerdings auch dringend nötig“, sagt der Coach und erklärt auch, warum: „Daniel Töbelmann hat sich Ende August ohne Fremdeinwirkung das Kreuzband gerissen und wird im Oktober operiert.“ Das sei sowohl für den Spieler, als auch für das gesamte Team „besonders bitter“, konstatiert Grieme, „wir unterstützen ihn jetzt bestmöglich auf dem Weg seiner Genesung“. Damit sei Töbelmanns Einsatz in den noch ausstehenden Testspielen gegen gegen die zweite Vertretung der SG Achim Baden, die SG Findorff und Oberligist HC Bremen ebenso ausgeschlossen, wie ein Einsatz in der Anfangsphase der neuen Spielzeit.

Veröffentlicht im Stadtteil-Kurier Links der Weser am 24.September 2020. Geschrieben von Christian Markwort.