Blau-Weiß gegen Grün-Gelb – ATSV gegen ESG Gensungen/Felsberg

Die ESG Gensungen/Felsberg empfing am letzten Samstag in heimischer Halle den GSV Eintracht Baunatal. Normalerweise das Highlight schlechthin für die beiden Vereine aus Nordhessen, so trennen beide Teams nur knapp 15 Kilometer Luftlinie. Doch statt einer vollen Halle und 2 Punkten, gab es für die ESG neben einer Geisterkulisse eine 25:30 (9:12) Derbyniederlage gegen die Baunataler Gäste. Bei drei gespielten Partien und einer Punkteausbeute von 2:4 steht die ESG auf dem 11. Tabellenplatz der 3. Liga Nord-West. Neben Niederlagen gegen Baunatal und Schalksmühle folgte am 2. Spieltag ein 3-Tore Auswärtssieg beim Team HandbALL Lippe. Das geplante Heimspiel gegen Hagen musste spontan aufgrund eines Coronafalls abgesagt werden.

Das letzte Wochenende hat gut getan. Sehr gut sogar. Zu schön war das Siegesgefühl nach dem 32:28 (14:15) Heimsieg gegen die Ahlener SG, bei dem sich die Schützlinge von Matthias Ruckh nach schwachem Start immer mehr in die Partie gekämpft- und das Tempospiel der ASG unterbunden haben. Auch die bisherige Bilanz mit 4:0 Punkten aus zwei Heimspielen ist absolut zufriedenstellend. Zwar ist die Saison lang und die Tabelle nach vier Spieltagen noch nicht gänzlich aussagekräftig, doch mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 4:4 und einem daraus resultierenden 7. Tabellenplatz, ist uns der Start in die Spielzeit definitiv geglückt. Diese Tatsache allein ist jedoch alles andere als Grund genug dafür, sich auf dem bisher erreichten auszuruhen. Mit weiteren Siegen und Punkten soll auch in den kommenden Wochen alles daran gesetzt, das Motto #derfahrstuhlistkaputt real werden zu lassen.

Mit der Mannschaft von Trainer Arnd Kauffeld erwartet uns heute eine spielstarke Mannschaft die besonders über die mannschaftliche Geschlossenheit und den Teamgeist zum Erfolg kommt. Daher hat sich auch das Gesicht der Mannschaft gegenüber dem der Aufstiegssaison kaum verändert. Haupttorschützen der Mannschaft aus Gensungen/Felsberg sind neben Heinrich Wachs mit 18 Toren, Mannschaftskapitän Christoph Koch und Jan-Hendrik Otto mit jeweils 12 Treffern. Die Gensunger geben heute erstmalig ihre Visitenkarte in der Hinni-Schwenker-Halle ab, da es in der langjährigen Historie des Vereins mit Sicherheit vieles gab – ein Auswärtsspiel in Habenhausen gehörte aber bis dato nicht dazu.

Leider hat sich auf Habenhauser Seite die Verletztensituation nochmals verschlimmert. Erwischt hat es Kapitän Björn Wähmann, der mit einer Sehnenverletzung in der rechten Wurfhand noch einige Wochen pausieren muss. Zum zuschauen verdammt sind weiterhin auch Janik Schluroff und René Steffens, wobei letzterer mit einer Bandscheibenverletzung wohl noch mehrere Monate ausfallen wird. Doch wie man mit solchen Verletzungssorgen umgeht hat die Mannschaft beim Ahlen-Sieg gezeigt. Was sagt ein altes hanseatisches Sprichwort? Dreimal ist Bremer Recht! Möglicherweise ließe sich darüber nachdenken, aus dem Bremer- das Habenhauser Recht werden zu lassen. Die Vorzeichen stehen bei bisher zwei Heimsiegen aus zwei Heimspielen jedenfalls alles andere als schlecht.