Erfolgreicher Schlussspurt des ATSV Habenhausen

Handball-Drittligist siegt beim TV Cloppenburg mit 35:31, nachdem die Gastgeber gut drei Minuten vor Schluss zum 29:29 ausglichen. Ein ebenso überraschendes wie gutes Comeback zeigte Spielmacher Dennis Summa.

Ein bisschen wehmütig schaute Matthias Ruckh am Sonntag auf die Tabelle der 3. Handball-Liga der Männer. Der ATSV Habenhausen hätte ganz oben gestanden, wenn er vor zwei Wochen sein Heimspiel gegen die Ahlener SG (28:29) gewonnen hätte. „Das ist jetzt umso ärgerlicher“, sagte der ATSV-Coach, der sich über das 35:31 (15:13) seiner Mannschaft beim TV Cloppenburg trotzdem uneingeschränkt freute.

„Das Team hat gezeigt“, sagte Ruckh zufrieden, „dass jeder Einzelne bereit ist.“ Damit meinte der Trainer vor allem den Umstand, dass sich Mirco Wähmann (Ödem am Fuß) und Dennis Summa (Trainingsrückstand nach Schulterverletzung) zur Verfügung stellten, weil die personelle Lage beim ATSV nach dem Ausfall von Björn Wähmann (Bänderriss im Fuß) schwierig zu werden drohte – zumal auch der Einsatz von Lukas Feller erst kurzfristig möglich wurde.

Mittelangreifer Summa und der rechte Rückraumakteur Feller gehörten in der Schlussphase zu den Spielern, die den Bremern den Sieg sicherten. Zuvor war es im linken Rückraum in erster Linie Julian Kragesteen gewesen, der die Gäste mit seinen sieben Treffern im Spiel und meistens in Führung gehalten hatte. Nach dem 29:29 (56.) sorgten Felix Meier (1) und Lukas Feller (3) mit ihren Toren zum 33:30 (59.) für die Entscheidung, nachdem die Gastgeber 90 Sekunden vor Spielende beim 32:30 durch Michal Skwierawski zumindest noch auf einen Punkt hatten hoffen dürfen.

Denkbar schlecht war der ATSV aus den Startlöchern gekommen. Nach zehn Minuten lag er mit 1:5 zurück, weil sich der Cloppenburger Vincent Saalmann (10/1) allmählich warmschoss. Trainer Ruckh fand in der folgenden Auszeit dann die richtigen Worte. Mit fünf Toren in Folge übernahmen die Bremer erstmals beim 6:5 (16.) die Führung. Wesentlichen Anteil am Sieg hatte auch Torwart Antonio Berdar. „Er hat eine überragende erste Halbzeit gespielt“, sagte Ruckh, den aber eine neue Sorge beschäftigt: Top-Spielmacher Bjarne Budelmann erlitt frühzeitig eine Knieverletzung und konnte nur noch sporadisch mitwirken – umso besser, dass Dennis Summa wieder dabei war.

ATSV Habenhausen: Berdar, Sommerfeld; Fischer (2), Ruthke, Budelman (3/2), Meier (6), Luc Schluroff (1), Mirco Wähmann (2), Rojahn, Kragesteen (7), Hintke (1), Ahrens (3), Roed, Feller (7), Summa (3)

Spielbericht aus dem Weser Kurier

Veröffentlicht im Weser Kurier am 10.Oktober.2021. Geschrieben von Jörg Niemeyer.