Habenhauser Spiele in Unterzahl

Gleich zwei Tischtennis-Spiele des ATSV Habenhausen mussten am Wochenende in Unterzahl absolviert werden. Während die Damen sich in der Bezirksliga OHZ/VER/HB noch ein Unentschieden erkämpfen konnten, mussten sich die Herren in der Verbandsliga Nord nach hartem Kampf doch noch geschlagen geben.

Nuhn, Aydin und MF Ehrlicher

Die Damen um Mandy Ehrlicher waren zu Gast beim ATSV Sebaldsbrück II. Einmal mehr profitierten sie davon, dass seit dieser Saison bei den Damen nach dem Braunschweiger System gespielt wird. Es entstehen bei diesem Spielsystem keine Nachteile, wenn eine Dreier-Mannschaft gegen eine Vierer-Mannschaft antritt.

Die ersten Spiele jedoch ließen Böses erwarten, denn Habenhausen lag nach dem Doppel und den ersten beiden Einzeln gleich 0:3 zurück. Dann aber begannen die Habenhauserinnen zu punkten, Mandy Ehrlicher, Rojin Aydin und Anja Nuhn erkämpften sich sogar einen 4:3 Vorsprung. Sebaldsbrück gab nicht auf und konnte zwei Siege in Folge erringen. Damit lagen die Gastgeberinnen erneut vorn, sie führten mit 5:4. Mandy Ehrlicher gegen Sabine Thienel machte es spannend im entscheidenden letzten Spiel der Partie. Vier hart umkämpfte Sätze ging es um Sieg oder Unentschieden, bevor Ehrlicher mit 19:17 in der Verlängerung des vierten Satzes den Sack zu machen konnte zum 5:5-Unentschieden. Die Damen des ATSV Habenhausen gelang es damit auch in Unterzahl, zumindest einen Punkt mitzunehmen.

Zu sechst war die erste Herrenmannschaft zum MTV Jever II gefahren. Die Herren um Micha Phil Görler hatten sich durchaus Chancen ausgerechnet in dieser Partie. Umso größer war der Schrecken, als Patrick Möhle sich beim Einspielen verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte. Mit dem Eingangsdoppel und den beiden Einzeln gingen damit drei Punkte sofort an Jever. Konnte es trotzdem wenigstens zum Unentschieden reichen?

Habenhausen startete mit 2:1 aus den Doppeln, es schien noch alles möglich zu sein. Dann der Dämpfer, beide Einzel im oberen Paarkreuz gingen verloren. In der Mitte fehlte Patrick Möhle, aber Görler verkürzte den Vorsprung von Jever. Die anschließenden Siege von Justin Gomez und Jamal Huseini im unteren Paarkreuz brachten Habenhausen erneut in Führung, 5:4. Die Hoffnung auf ein mögliches Unentschieden keimte wieder auf. Aber vergebens, plötzlich lief nichts mehr. Die zweite Einzel-Runde ging komplett an Jever. Habenhausen kämpfte verzweifelt, kam zweimal in den fünften Satz, verlor jedoch beide Spiele. „Das war bitter“, zeigten sich die Herren sehr enttäuscht.

Heike Groneberg