Personeller Notstand beim ATSV Habenhausen

Seit Mittwoch steht fest, dass beim Handball-Drittligisten mit Björn Wähmann (doppelter Bänderriss im Sprunggelenk) und Lukas Feller zwei weitere wichtige Spieler für die Partie in Cloppenburg ausfallen.

Das 28:29 im bislang letzten Spiel Ende September gegen die SG Ahlen nervt die Drittliga-Handballer des ATSV Habenhausen noch immer. Doch im Vergleich zum plötzlichen personellen Notstand der Mannschaft erscheint die unnötige Niederlage vor zwei Wochen wie ein kleines Wehwehchen. „Jetzt gehen wir völlig am Stock“, sagt Trainer Matthias Ruckh, nachdem seit Mittwoch das Fehlen von zwei weiteren Spielern in der Partie an diesem Sonnabend beim TV Cloppenburg (Anpfiff: 19.30 Uhr) feststeht. Während Lukas Feller aus familiären Gründen absagen musste, zog sich Björn Wähmann im Training einen doppelten Bänderriss im Sprunggelenk zu – und wird damit definitiv länger ausfallen.

Die Akteure, die nicht einsatzfähig sind, würden eine ganz ordentliche Mannschaft bilden: Torwart René Steffens (Aufbautraining nach Bandscheiben-OP), Dennis Summa
(Schulterverletzung), Janik Schluroff (langwierige Rückenverletzung), Mirco
Wähmann (Ödem im Fußknochen) und Björn Wähmann (doppelter Bänderriss im
Fuss) werden dem ATSV in nächster Zeit wohl kaum dabei helfen können, die eigentlich gute Ausgangsposition nach vier Spieltagen und 6:2 Punkten auszubauen. „Eine Niederlage mit fünf Toren Unterschied wäre angesichts unserer Situation fast schon ein gutes Ergebnis“, sagt Matthias Ruckh.

Normalerweise zeigt sich der Trainer als Daueroptimist, doch derzeit scheint ihm die Fantasie zu fehlen, wie beim TV Cloppenburg ein Sieg gelingen könnte. Mit Bjarne Budelmann und Julian Kragesteen, der vor zwei Wochen ebenfalls angeschlagen aus der Partie gegen Ahlen gegangen war, stehen dem ATSV gerade noch zwei Rückraumspieler zur Verfügung. Bjarne Ruthke aus der zweiten Mannschaft wird als dritter Mann aushelfen, aber ob er das Stehvermögen hat, um möglicherweise 60 Minuten durchzuspielen?

Sorgen bereitet Ruckh nicht nur der Angriff, sondern auch die Abwehr. Björn Wähmann ist vorne schon wichtig, aber vor allem hinten ist er kaum zu ersetzen. „Es ist sicher, dass am Sonnabend etliche Akteure auf Positionen spielen werden, auf denen sie sonst nicht stehen“, sagt Matthias Ruckh. Bei aller Sorge will er das Spiel nicht schon vorher abschenken – die eine oder andere Idee dürfte der Trainerfuchs noch entwickeln, um beim bislang noch punktlosen Tabellenvorletzten (0:10) Widerstand zu leisten.

Außerdem bauen Mannschaft und Betreuerstab auf die Unterstützung der eigenen Fans. Ein Doppeldeckerbus ist gechartert, für sieben Euro inklusive Getränke während der Fahrt kommen die Anhänger nach Cloppenburg. Über Facebook und Instagram oder per Mail an m.rodiek@t-online.de können sich die Fans anmelden. Abfahrtszeit (ca. 17 Uhr) und -ort werden bei Anmeldung mitgeteilt.

Vorbericht aus dem Weser Kurier

Veröffentlicht im Weser Kurier am 07.Oktober.2021. Geschrieben von Jörg Niemeyer.