Habenhausen II tut sich schwer

Handball-Verbandsligist siegt beim TuS Bergen mit 33:25

Bremen.  Nach etwa 45 Minuten kam es in der Partie in der Handball-Verbandsliga Nordsee zwischen dem TuS Bergen und dem ATSV Habenhausen II zu einer ebenso kuriosen wie bezeichnenden Szene: Die Gäste um ATSV-Trainer Philipp Grieme mussten ihre weißen Jerseys wechseln und sich ihre blauen Trikots überstreifen, weil die vorherigen voller Blutspritzer der Gastgeber waren. „Das Spiel war richtig umkämpft mit Schiedsrichterpfiffen, die auf beiden Seiten nicht immer gepasst haben“, erklärt Grieme nach dem 33:25-Sieg.

Die ersten 30 Minuten verliefen sehr ausgeglichen, keinem Team gelang es, sich weiter als zwei Tore vom Gegner abzusetzen. Der ATSV kam in der Abwehr häufig einen Schritt zu spät, zudem haperte es im Zusammenspiel mit Defensive und Torhütern. „Letztlich können wir froh sein, dass wir nur mit einem Tor Rückstand in die Halbzeit gehen“, verdeutlichte Grieme, der seine Mannschaft in der Kabine auf ein höheres Tempo, klarere Abschlüsse und bessere Absprachen einschwor. Dennoch dauerte es neuerlich knapp zehn Minuten, bevor Daniel Töbelmann die Gäste in Führung bringen konnte (20:19/39. Spielminute). Philipp Grieme, der mit Lukas Ole Müller, Fabian Schilling, Jochen Gebhard, Bjarne Ruthke und Lukas Meier auf zahlreiche Stammkräfte verzichten musste, stellte etwas um und die Gäste verteidigten nun mit deutlich mehr Biss und der zuvor noch fehlenden Konsequenz.

Habenhausens Spielmacher Sönke März steuerte sechs Treffer bei.

Sönke Marz (sechs Tore) avancierte zum torgefährlichen Spielmacher und zog clever die Fäden, auch Daniel Töbelmann, (4) Jonas Rohländer (3) und Tim Steghofer (7/ein Siebenmeter) drückten dem Spiel in der zweiten Hälfte ihre Stempel auf. „Aber auch wir haben Chaos drin gehabt“, betonte Grieme und spielte unter anderem auf eine weitere kuriose Szene an: Jonas Rohländer musste aufgrund eines Wechselfehlers für zwei Minuten das Feld verlassen. „Da haben wir schlecht kommuniziert“, ärgerte sich der Trainer, „und irgendwie war das sinnbildlich für die gesamte erste Halbzeit.“ Gleichzeitig stellte Grieme den beiden Unparteiischen kein gutes Zeugnis aus. „Als Schiedsrichter muss ich mehr Fingerspitzengefühl zeigen“, erklärte Grieme, „aber in erster Linie bin ich froh über die beiden Punkte, weil wir auswärts was Zählbares geholt haben und den Anschluss an das obere Tabellendrittel halten konnten.“

ATSV Habenhausen II : Wilshusen, Wessels; Von der Heyde, Sieling, Klün (1), Rauer (2), Häusler (3), Peteren (3), Rohländer (3), Helbig (4/1), Töbelmann (4), Marz (6), Steghofer (7/1).

 

 

 

 

 

Veröffentlicht im Stadtteil Kurier Links der Weser am 15.11.2021. Geschrieben von Christian Markwort.