Nicht genug Power im Tank

Habenhausen muss sich OHV Aurich knapp geschlagen geben

Habenhausen. Sie haben sich aufopferungsvoll gewehrt, doch am Ende fehlte den Drittliga-Handballern des ATSV Habenhausen die nötige Kraft, um den Favoriten aus Aurich in die Knie zu zwingen. Mit 24:26 (10:11) musste sich der Gastgeber dem in Bestbesetzung angetretenen Top-Team aus Ostfriesland geschlagen geben. Die vierte Niederlage im zehnten Saisonspiel war zum einen der weiterhin angespannten Personalsituation in Habenhauser Reihen geschuldet, „am Schluss haben uns ein bisschen die Körner gefehlt“, sagte ATSV-Trainer Matthias Ruckh.

Diese Niederlage kam aber auch zustande, weil das Heimteam vor allem in den letzten zehn Minuten etwas Pech mit den Schiedsrichterentscheidungen hatte. „Da waren ein paar unglückliche Sachen dabei“, sagte Ruckh. Bei aller Enttäuschung über das Resultat und das Abrutschen auf Platz sieben der Tabelle sprach der Coach seinen Mannen indes auch ein dickes Kompliment aus: „Ich bin mit der Leistung zufrieden. Wir sind erhobenen Hauptes aus der Halle gegangen.“

Mit acht Treffern bester Werfer: Julian Kragesteen (am Ball).

Es war eine enge, eine spannende Partie. Beide Deckungsreihen machten einen guten Job, bei wechselnden Führungen konnte sich über die gesamte Dauer kein Team mit mehr als zwei Toren Differenz absetzen. Auf Habenhauser Seite musste das Rückraumtrio mit Björn Wähmann, dem Haupttorschützen Julian Kragesteen (8) und Lukas Feller fast komplett durchspielen, „für alle drei bedeutete das den höchsten Stresslevel“, sagte Matthias Ruckh. Über 22:20 durch Kragesteen lag Habenhausen beim 23:22 durch Feller (54.) letztmals in Führung. „Danach hatten wir nicht mehr die Power im Tank, um uns zu belohnen und das Spiel für uns zu entscheiden“, sagte Ruckh. In Überzahl nach Zeitstrafe gegen Fabian Rojahn (58.) setzte sich Aurich auf 25:23 ab und machte damit alles klar. Weiter geht es am Sonntag um 17 Uhr mit dem letzten Heimspiel in diesem Jahr gegen den Tabellennachbarn Lippe II.

Habenhausen: Berdar, Sommerfeld – Fischer (1), Ruthke, Heller (1), Wähmann (6/6), Meier, (2), Schluroff (3), Rojahn, Kragesteen (8), Marien, Hintke, Ahrens (1), Feller (2).

 

 

 

 

Veröffentlicht im Weser Kurier vom 22.11.2021. Geschrieben von Frank Büter.