Sieg durch stabile Defensive

Verbandsligist ATSV Habenhausen II schlägt Heidmark 26:19

Bremen. Lediglich mit dem Torabschluss zeigte sich Philipp Grieme nicht ganz zufrieden: „Wir hätten den Sack früher zumachen müssen“, erklärte der Trainer des ATSV Habenhausen II nach dem 26:19 (16:12)-Heimsieg in der Handball-Verbandsliga Nordsee gegen die HSG Heidmark. Gleichzeitig lobte er die Abwehrleistung seiner Spieler: „Wir haben heute sehr clever verteidigt“, lobte Grieme,  „und uns lediglich nach mehreren Wechseln in der zweiten Hälfte einen kleinen Schlendrian geleistet.“

Die Gastgeber um ihren besten Werfer Tim Steghofer (sechs Tore) kamen gut hinein in das Spiel und lagen früh mit sechs Toren in Front (9:3/13. Spielminute). Während die Gäste nur selten eine Lücke im stabilen Mittelblock des ATSV fanden, erspielten sich die Hausherren wiederholt gute Möglichkeiten – die sie allerdings zunächst nur unzureichend nutzten. „Eigentlich hätten wir den Sieg schon in der ersten Halbzeit klar machen können“, erläuterte der Trainer, „leider fehlten entweder manchmal die Präzision oder der richtige Gedanke.“

So ging es mit lediglich vier „statt sieben oder acht“ (Grieme) Toren Vorsprung in die Pause, mit Beginn der zweiten Hälfte führte dann „Bruder Leichtfuß“ Regie, wodurch die Gäste sogar zum Ausgleich kamen (18:18/47.). Ein Grund dafür könnte die Rote Karte gegen den starken Malte Helbig gewesen sein, der nach der dritten Zeitstrafe die Halle verlassen musste. „Wir hatten nach seiner zweiten Zeitstrafe kurz überlegt, ihn vom Feld zu nehmen“, sagte Grieme, „haben uns dann aber für die Risiko-Variante entschieden, was leider bestraft wurde.“

Nils Wilshusen (Foto) und Jannik Wessels glänzten gegen Heidmark.

Neben Steghofer hob Philipp Grieme auch  seine beiden Torhüter Nils Wilshusen und Jannik Wessels hervor: „Beide haben viele Bälle geholt“, verdeutlichte er, „was dazu geführt hat, dass wir schnell und hoch in Führung gegangen sind.“ Auch Jonas Rohländer und Sönke Marz erhielten von ihrem Trainer ein Lob zugesprochen, wobei der Trainer sich über „eine insgesamt sehr gute und kompakte Mannschaftsleistung“ freute. „In der zweiten Hälfte haben wir nur sieben Gegentore bekommen“, erläuterte Grieme, „das ist schon ein deutliches Zeichen für die Geschlossenheit des Teams.“ Angesichts des nun anstehenden Spiels beim TuS Bergen (Sonnabend, 23. November, 19.30 Uhr) hofft Grieme nun auf den ersten Auswärtssieg.

ATSV Habenhausen II : Wilshusen, Wessels; Marz, Sieling, Von der Heyde (1/1), Helbig (1), Müller (1), Rauer (1), Klün (2), Rohländer (2), Töbelmann (3), Häusler (4), Petersen (5), Steghofer (6).

 

 

 

 

Veröffentlicht im Stadtteil Kurier Links der Weser am 11.11.2021. Geschrieben von Christian Markwort.