Rückrundenauftakt der MB1-Oberliga: 23:26 Auswärtssieg in Nordhorn

Nach den vorweihnachtlichen Niederlagen in Bissendorf (21:27) und beim Spitzenreiter HC Bremen (15:34), konnte unser junges Oberligateam zum Rückrundenauftakt wieder zwei Punkte einfahren und damit seinen Mittelfeldplatz in der Tabelle untermauern. Trotz der Ausfälle von Jakob Schwarz und Bjarne Winter, der nach seinem Bänderriss zwar wieder auf der Bank saß, aber nur für 7-Meter eingesetzt werden konnte (4/4), gelang es den Jungs in der Anfangsphase, das Spiel zu dominieren. Über 3:5 zogen sie auf 4:7 weg. Doch zu viele technische Fehler und Ungenauigkeiten im Angriffsspiel machten den Gegner immer stärker. Das Team aus Nordhorn konnte beim 8:8 erstmals ausgleichen und kurz vor der Pause sogar in Führung gehen. Mit 11:11 ging es dann in die Kabinen.

Traf beim Auswärtserfolg zweimal: Jannis Kraft

Mit gleich zwei Toren von Justus Jordan starteten die Habenhauser Jungs gut in den zweiten Durchgang. Dann aber riss der Faden erneut. Es entwickelte sich ein knappes und kampfbetontes Spiel, in dem Nordhorn Mitte der zweiten Halbzeit sogar mit zwei Toren in Führung gehen konnte (19:17). Dann aber ging es endlich los: Mental stark setzten die Jungs zum Schlussspurt an und konnten sich durch Tore von Daniel Kluve und dem starken Julian Behnke am Ende auf 23:26 absetzen.

 

Am kommenden Wochenende kommt der Tabellennachbar aus Verden in die Hinni-Schwenker-Halle (Sonntag 14:45 Uhr). Da sollten zwei Punkte möglich sein. Dafür wird aber eine Leistungssteigerung nötig sein. Die letzten 10 Minuten in Nordhorn machen aber Mut, und am Sonntag ist das Team auch hoffentlich wieder vollzählig.

 

Tore für den ATSV: Julian Behnke (5), Daniel Kluve (4), Justus Jordan (4), Bjarne Winter (4/4), Ole Meents (3), Jannis Kraft (2), Mats Stahmer (2), Levi Stierle (1), Christoph Schaffert (1)

Die Corona-Reise des ATSV Habenhausen

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Geschlossen in Richtung Tabellenspitze

Handball-Verbandsligist ATSV Habenhausen II nutzt die pandemiebedingte Zwangspause für Teambuilding und die Entwicklung der Spieler

Habenhausen. Ginge es nach Philipp Grieme, würde die Saison in der Handball-Verbandsliga Nordsee der Männer nach der Zwangspause aufgrund der eskalierenden Covid-19-Pandemie in jedem Fall fortgesetzt werden. „Über 90 Prozent sind bei uns geboostert“, erklärt der Trainer des Handball-Verbandsligisten ATSV Habenhausen II, der diese Voraussetzung auch bei vielen anderen Konkurrenten festgestellt habe.

„Es sieht jetzt ja so aus, als wenn weiter gespielt werden würde“, erläutert der Coach, „wir werden versuchen, den Trainingsbetrieb aufrechtzuerhalten, dazu, wie der Spielbetrieb fortgesetzt werden könnte, möchte ich öffentlich jedoch keine Stellung beziehen.“

Mit dem bisherigen Saisonverlauf sei er zufrieden, versichert Grieme, der vor allen Dingen stolz auf die hohe Einsatzbereitschaft seiner Spieler ist: „Wir haben eine gute Trainingsbereitschaft und schaffen es weitestgehend auch, an jedem Wochenende die nötige Mentalität  auf den Platz zu bekommen“, führt er aus. Sei das jedoch nicht der Fall, „sind wir eben auch nicht erfolgreich“, sagt der Trainer, „wir müssen jetzt weiter daran arbeiten, um die nötige Stabilität zu bekommen“.

Team mit gesunder Mischung

Ziel sei es, sich im obereren Drittel der Tabelle fest zu setzen, so Grieme, allerdings sei das kein einfaches Unterfangen, sondern mit sehr viel Arbeit verbunden. „Wir wissen, dass uns dieser Liga nichts geschenkt wird“, betont der Trainer, „aber werden alles daran legen, dass wir den Kontakt nach oben nicht abreißen lassen.“

Der Grundstein dafür würde seiner Einschätzung nach eine gesunde Mischung aus erfahrenen und jungen, hungrigen Spieler sein, über die er verfüge, freut er sich – besonders mit Blick auf die gelungene Integration der Neuzugänge.

So verfüge die Drittliga-Vertretung der Habenhauser mit dem jungen Torhüter Jannik Wessels und dessen erfahrenen Pendant Nils Wilshusen „eines der besten Torhüter-Duos der Liga“, zeigt sich Grieme überzeugt. Auch der neue Rechtsaußen  Constantin Sieling habe sich bereits sehr gut eingelebt, sagt der Trainer und nehme als einer von mehreren Youngstern im Team nicht nur die Aufgaben als „erster Ansprechpartner für den Ballwagen oder die Getränke“ wahr, fügt Grieme augenzwinkernd hinzu.

Tim Steghofer ist in der Habenhauser Verteidigung eine enorme Verstärkung und kann ein Spiel an sich reißen.

Froh sei er auch über die Unterstützung von Tim Steghofer: „Er ist ein richtig dynamischer, schneller und kräftiger Spieler“, lobt Grieme, „der über viele Jahre in der Oberliga und der dritten Liga gespielt hat.“ Steghofer sei in der Verteidigung sowohl auf der Halbposition als auch auf der vorgezogenen Position in der offensiveren Variante „eine enorme Verstärkung“, sagt der Trainer, und konstatiert gleichzeitig, „dass Tim ein Spiel an sich reißen und entscheiden kann“.

Auch Lukas Ole Müller bringe viel Qualität ins Team, so Grieme, zudem würde Müller das Team gemeinsam mit Routinier Jan Häusler enorm beleben. „Er ist sehr talentiert“, versichert Grieme, der seine Kaderplanung allerdings noch nicht abgeschlossen habe. „Wir werden eventuell einige personelle Umstellungen schon jetzt in der Winterpause machen müssen“, erläutert der Trainer, „noch ist zwar nicht alles in trockenen Tüchern, ich bin aber sehr optimistisch, dass sich noch im Januar etwas tut.“

Um das angestrebte Ziel zu erreichen, setze Philipp Grieme besonders auf die Geschlossenheit der Mannschaft – und die wiederum zeigt sich nicht nur auf der „Platte“ als Einheit, sondern tritt auch außerhalb der Halle als ein Team auf, „Wir kommen regelmäßig zu gemeinsamen Veranstaltungen zusammen“, verdeutlicht der Trainer, der dabei bereits so manch lustige Begebenheit miterleben dürfte. „Nach einer Kanutour im Sommer endete der Abend schließlich ganz spontan und überaus feucht-fröhlich bei einer Vernissage“, blickt Grieme schmunzelnd auf eine gelungene Teambuilding-Maßnahme zurück. Auch die Weihnachtsfeier sei sehr gelungen mit „Schrottwichteln“ und selbst geschriebenen Gedichten für die Neuzugänge.

Gefahr wird nicht unterschätzt

Trotz der Sorge über die sich zunehmend ausbreitende neue Variante des Sars-CoV-2-Virus zeigt sich Philipp Grieme zuversichtlich, dass einer Fortsetzung der unterbrochenen Spielzeit nichts im Wege stehe. „Omikron macht natürlich auch an der Hallentür nicht Halt“, weiß der Trainer um die Gefahr, „wir werden aber weiter alles versuchen, um so  den Trainingsbetrieb so sicher es geht aufrechtzuerhalten.“

Schließlich gelte bereits seit Längerem die „2-G-plus“-Regel, verdeutlicht Philipp Grieme, der seiner Mannschaft auch in dieser Beziehung ein großes Lob ausspricht: „Auch die Spieler begrüßen diese Regelung“, erklärt er, „und kommen ihr auch in jeder Beziehung überaus vorbildlich nach.“ Auch die Zuschauer nähmen die zahlreichen Einschränkungen nahezu klaglos hin, ist aus Habenhauser Kreisen zu vernehmen, schließlich gelte für Fans, Spieler und Betreuer eines gleichermaßen: Die Sicherheit aller hat oberste Priorität.

 

Veröffentlicht im Stadtteil-Kurier Links der Weser am 10.01.1022. Geschrieben von Christian Markwort.